Nennstrom

Der Nennstrom ist bei elektrischen Geräten die aufgenommene elektrische Stromstärke, wenn das Gerät mit der Nennspannung versorgt wird und seine Nennleistung abgibt.
Zum Beispiel nimmt eine 60-W-Glühlampe bei 230 V (Nennspannung) (theoretisch) einen Nennstrom von 0,26 A auf. Ihr Einschaltstrom ist jedoch wesentlich höher, da der Widerstands des Glühfadens temperaturabhängig ist.
Elektromotoren nehmen den Nennstrom nur bei voller abgegebener mechanischer Leistung auf. Bei Überlastung kann der Strom und somit die Leistung ein Mehrfaches betragen (dies ist in der Regel kurzzeitig möglich, es besteht jedoch Überhitzungsgefahr). Wird der Motor nicht belastet, nimmt er den sogenannten Leerlaufstrom auf. Dabei handelt es sich zu einem wesentlichen Teil um Blindstrom. Bei Einschalten der Motoren bzw. dem Anlauf aus dem Stillstand, wird bis zum erreichen der Nenndrehzahl häufig ein wesentlich höherer Strom aus dem Netz bezogen.
Wechselstrom-Motoren, Leuchten mit Gasentladungslampen und Transformatoren sind induktive Verbraucher, bei ihnen besteht die aufgenommene Stromstärke aus einem Wirk- und einem Blindstromanteil, die sich geometrisch zum Scheinstrom addieren.
Der Nennstrom von Wechselstrom- und Drehstrommotoren ist der Scheinstrom in jedem einzelnen Außenleiter. Er ist größer als der Wirkstrom und kann nur mit Hilfe des Leistungsfaktors aus der Abgabeleistung und der Spannung berechnet werden.
Kapazitive elektrische Verbraucher, wie z. B. Schaltnetzteile und Frequenzumrichter haben aufgrund ihres kleinen Stromflusswinkels ebenfalls eine größere Nennstromaufnahme als es die aufgenommene Leistung ergeben würde.

Cardona-Waldsänger

Der Cardona-Waldsänger (Myioborus cardonai) ist ein kleiner Singvogel aus der Gattung Myioborus in der Familie der Waldsänger (Parulidae). Diese Art ähnelt sehr dem Weißwangen-Waldsänger (Myioborus albifacies) und ist möglicherweise mit ihm konspezifisch. Das kleine Verbreitungsgebiet befindet sich in Venezuela. Die IUCN listet sie gegenwärtig als „gering gefährdet“ (near Threatened).

Cardona-Waldsänger erreichen eine Körperlänge von 13 Zentimetern. Adulte Cardona-Waldsänger und Jungvögel ab dem ersten Jahr haben eine schwarze Stirn, Krone sowie ein oberes schwarzes Nackengefieder. Das restliche Kopf- und Nackengefieder ist grau bis dunkelgrau. Ebenfalls dunkelgrau ist das Oberseitengefieder. Ein unterbrochener weißer Augenring umfasst das Auge. Die Flügel mit schmalen grauen Federrändern, der Schwanz und die Oberschwanzdecken sind schwärzlich. Die äußeren Schwanzfedern sind weiß. Das Unterseitengefieder ist orange-gelb und die Unterschwanzdecken weiß. Beine und Schnabel sind schwärzlich.
Über den Cardona-Waldsänger gibt es keine ausreichenden Studien. Sie sind vorwiegend Standvögel und haben ein sehr eingeschränktes Verbreitungsgebiet. Sie kommen nur auf den Tepuis auf dem Berg Cerro Guaiquinima im zentralen Bolívar im südlichen Venezuela vor. Dokumentiert sind Nebelwälder in Höhen von 1200 bis 1600 Metern als Wohnorte. Weitere Biotope sind feuchte Bergwälder, Galeriewälder und dichtes Buschwerk. Sie ernähren sich wahrscheinlich wie der Weißwangen-Waldsänger vorwiegend von Insekten. Das Brutverhalten ist nicht näher untersucht.

Anglo-irakische Verträge

Als Anglo-irakische Verträge bezeichnet man eine Reihe von Abkommen, die in den 1920er- und 1930er-Jahren zwischen der Regierung des Irak und der britischen Mandatsmacht geschlossen wurden.
Das Gebiet des heutigen Irak, bestehend aus den ehemals türkischen Vilâyet Mosul, Bagdad und Basra, fand sich nach dem Ende des Osmanischen Reiches nach dem Ersten Weltkrieg unter britischer Kontrolle. Auf der Konferenz von San Remo 1920 erhielt Großbritannien das Gebiet vom Völkerbund als Mandatsgebiet zugesprochen. Die drei Vilâyet wurde zum Britischen Mandat Mesopotamien zusammengefasst. Nach der irakischen Revolution von 1920/1921 wurde eine haschemitische Monarchie mit König Faisal I. als erstem Herrscher im Irak etabliert. Mit dieser neuen Regierung schlossen die Briten 1922 den ersten anglo-irakischen Vertrag, der Großbritannien für einen festgelegten Zeitraum von 20 Jahren eine Kontrollfunktion in der Verwaltung des Landes zusprach. Im Vertrag von 1926 wurde diese Zeitspanne auf 10 Jahre verkürzt und somit die Entlassung des Irak in die nationale Unabhängigkeit für 1932 angestrebt. Der letzte anglo-irakische Vertrag datiert vom 30. Juni 1930 und verpflichtete beide Staaten zu außenpolitischer Zusammenarbeit und militärischem Beistand. Daneben sicherte er Großbritannien eine militärische Präsenz in Form von Militärbasen bei Basra und Habbanija.

Hernando Franco

Hernando Franco (* 1532 in Galizuela; † 28. November 1585 in Mexiko-Stadt) war ein spanischer Komponist der Renaissancezeit, der hauptsächlich in Guatemala und Mexiko (damaliges Neuspanien) aktiv war.
Franco stammte aus einer kleinen Stadt nahe Alcántara in der spanischen Provinz Extremadura. Als Kind war er Chorknabe in der Kathedrale von Segovia und wurde von Gerónimo de Espinar unterrichtet, der womöglich auch der Lehrer von Tomás Luis de Victoria war. Er was befreundet mit Lázaro del Álamo, seinem Vorgänger als maestro de capilla in Mexiko-Stadt.
Vermutlich wanderte Franco in den 1550er Jahren nach Neuspanien aus, der erste Beleg seiner Tätigkeit dort stammt allerdings erst aus dem Jahr 1571, in dem er als maestro de capilla der Kathedrale von Santiago de Guatemala verzeichnet wird.
Franco verließ diesen Posten 1574 und ging nach Mexiko. Hier erhielt er 1575 die Stelle des maestro de capilla der neuen Kathedrale.
Er zog sich 1582 von seinem Posten zurück und starb 1585. Er ist in der Kathedrale begraben.
Franco schrieb 20 erhaltene Motetten, 16 Vertonungen des Magnificat und eine vierstimmige Vertonung der Lamentationen des Jeremias. Anscheinend hat er keine Messvertonungen geschrieben, was für einen Kathedralkapellmeister ungewöhnlich ist, möglicherweise sind jedoch auch viele seiner Werke verloren gegangen. Einige Hymnen in der landeseigenen Sprache Nahuatl, die unter dem Namen Hernando don Franco überliefert sind, werden heute für Werke eines indigenen Komponisten gehalten, der möglicherweise bei der Missionierung zum Christentum diesen Namen annahm. In diesem Falle würde es sich um die ältesten erhaltenen Beispiele notierter Musik in der europäischen Tradition von indigenen Urbewohnern Amerikas handeln.
Franco ist der erste namentlich bekannte Komponist in Guatemala; seine zwei Stücke in den Archiven der Kathedrale von Guatemala, ein Lumen ad revelationem und ein Benedicamus Domino, stammen aus den ältesten erhaltenen Handschriften dieser Region überhaupt.

Lică Movilă


Lică Stavarache Movilă (* 21. Oktober 1961 in Brăila) ist ein ehemaliger rumänischer Fußballspieler. Er bestritt insgesamt 199 Spiele in der rumänischen Divizia A. Der Mittelfeldspieler gewann in den Jahren 1983 und 1984 mit Dinamo Bukarest die rumänische Meisterschaft.

Die Karriere von Movilă begann im Jahre 1981, als er in den Kader der ersten Mannschaft seines Heimatvereins SC Bacău kam. Am 21. Juni 1981 kam er zu seinem ersten Einsatz in der Divizia A. Nachdem er in der Saison 1981/82 weitere sechs Mal zum Zuge gekommen war, wurde er in der Hinrunde 1982/83 häufiger eingesetzt. Anfang 1983 verpflichtete ihn der Spitzenklub Dinamo Bukarest, mit dem er im selben Jahr die rumänische Meisterschaft gewinnen konnte. Diesen Erfolg konnte er mit seinem Team ein Jahr später wiederholen. Gleichzeitig zog er mit seinem Klub ins Halbfinale des Europapokals der Landesmeister ein. In den folgenden Jahren wurde er zur Stammkraft im Verein. Als rumänische Nummer Zwei hinter Steaua Bukarest konnte er abgesehen vom Pokalsieg 1986 keinen weiteren Titel mehr gewinnen.
Im Jahr 1988 verließ er Dinamo zu Ligakonkurrent Flacăra Moreni, mit dem er in der Spielzeit 1988/89 auf dem vierten Platz im Gesamtklassement den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern konnte. Anschließend wechselte er zu Universitatea Cluj und ein Jahr später zu Simbrul Kischinjow in die zweite sowjetische Liga. Anfang 1992 schloss er sich dem israelischen Klub Hapoel Be’er Scheva an, wo er im selben Jahr seine Laufbahn beendete.
Movilă bestritt 14 Spiele für die rumänische Nationalmannschaft. Er debütierte am 1. Juni 1983 im Freundschaftsspiel gegen Jugoslawien, als er in der 70. Minute eingewechselt wurde. Er kam im selben Jahr noch in drei weiteren Freundschaftsspielen zum Einsatz. Das Spiel am 7. September 1983 gegen Polen, bei dem er sein einziges Tor erzielen konnte, war vorerst sein letztes Länderspiel. Nationaltrainer Mircea Lucescu verzichtete ein Jahr lang auf ihn, ehe er am 12. September 1984 im Qualifikationsspiel zur Weltmeisterschaft 1986 gegen Nordirland zu einem weiteren Länderspiel kam.
Erneut dauerte es mehr als ein Jahr, bevor er am 28. Februar 1986 in einem Freundschaftsspiel gegen Ägypten wieder Berücksichtigung fand. Movilă gehörte in den nachfolgenden Freundschaftsspielen stets zum Aufgebot und fand sich meist in der Startformation. Mit Beginn der Qualifikation zur Europameisterschaft 1988 wurde er jedoch nicht mehr berufen. Nach zwei weiteren Freundschaftsspielen kam er am 8. April 1987 gegen Israel zu seinem letzten Länderspiel.

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Šávoľ

Hilf mit, diese Listen zu ergänzen, verlinke mit bereits bestehenden Artikeln, füge Bilder ein, wenn es noch keine gibt oder mache welche, wenn Du gerade an so einem „Denkmal“ vorbeikommst.
Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Šávoľ enthält das eine nach slowakischen Denkmalschutzvorschriften geschützte Objekt in der Gemeinde Šávoľ im Okres Lučenec.

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:
Ábelová | Belina | Biskupice | Boľkovce | Budiná | Bulhary | Buzitka | Čakanovce | Čamovce | Divín | Dobroč | Fiľakovo | Fiľakovské Kováče | Gregorova Vieska | Halič | Holiša | Jelšovec | Kalonda | Kotmanová | Lehôtka | Lentvora | Lipovany | Lovinobaňa | Lučenec | Lupoč | Ľuboreč | Mašková | Mikušovce | Mučín | Mýtna | Nitra nad Ipľom | Nové Hony | Panické Dravce | Píla | Pinciná | Pleš | Podrečany | Polichno | Praha | Prša | Radzovce | Rapovce | Ratka | Ružiná | Stará Halič | Šávoľ | Šiatorská Bukovinka | Šíd | Šurice | Točnica | Tomášovce | Trebeľovce | Trenč | Tuhár | Veľká nad Ipľom | Veľké Dravce | Vidiná

Nöthnitz

51.00416666666713.730555555556210Koordinaten: 51° 0′ 15″ N, 13° 43′ 50″ O
Lage von Nöthnitz in Bannewitz
Nöthnitz ist ein Dorf in der Gemeinde Bannewitz im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen.

Das zum Ortsteil Bannewitz zählende Nöthnitz liegt nördlich des Hauptortes am Nöthnitzbach in einer eigenen Gemarkung. Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 170, im Norden der Gemarkung Nöthnitz befindet sich die Anschlussstelle Dresden-Südvorstadt an der Autobahn 17.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf im Jahr 1288 als „Netenicz“. Der Ortsname ist altsorbischen Ursprungs und bedeutet „Viehhof“. Für das 15. bis 17. Jahrhundert sind die Formen „Neteritz“, „Nedens“ und „Nötitz“ verbürgt. Nöthnitz wurde als Weiler um einen Rittersitz gebildet, später siedelten sich Häusler auf der 88 Hektar (Stand: 1842) großen Blockflur an. Im Jahr 1453 ging der Grundbesitz vom Bistum Meißen an den sächsischen Kurfürsten über, der ihn als Lehen an Adelsgeschlechter vergab. Im 16. Jahrhundert gehörte Nöthnitz zum Rittergut Lockwitz. Spätestens ab 1540 wurde das Dorf gemeinsam mit dem Vorwerk im benachbarten Rosentitz verliehen, die Gutsherren sind daher jeweils identisch. Um 1630 wurde Schloss Nöthnitz errichtet. Kirchlich gehörte Rosentitz zunächst zur Gemeinde der Dresdner Frauenkirche, danach war es nach Leubnitz eingepfarrt. Um 1900 gab es in Nöthnitz 35 Häuser. Das Rittergut, zu dem 246 Hektar Land gehörten, blieb bis 1914 als Gutsbezirk selbstständig. Im 19. Jahrhundert kam Rosentitz zur Landgemeinde Nöthnitz hinzu, die 1923 wiederum nach Bannewitz eingemeindet wurde.

Friedrich Gilly

Friedrich David Gilly (* 16. Februar 1772 in Altdamm bei Stettin; † 3. August 1800 in Karlsbad) war ein deutscher Baumeister in Preußen. Seine Werke sind von der Revolutionsarchitektur beeinflusst.

Gilly entstammte einer Familie hugenottischer Einwanderer, die sich 1689 in Preußen niedergelassen hatte. Er war der Sohn des Baumeisters David Gilly und dessen Ehefrau Friederike Ziegenspeck. Sein Vater nahm ihn schon früh mit auf seine Dienstreisen und förderte die Begabung seines Sohnes in jeder Hinsicht. Mit 16 Jahren kam Gilly 1788 nach Berlin und erhielt dort in der Klasse für Architektur der Akademie der bildenden Künste eine umfassende Ausbildung.
Im Fach Architektur waren Friedrich Becherer und Carl Gotthard Langhans seine Lehrer. Zeichenunterricht genoss Gilly bei Christian Bernhard Rode, Johann Christoph Frisch, Johann Heinrich Meil, Daniel Nikolaus Chodowiecki und Johann Gottfried Schadow. Im praktischen Teil wurde er von Carl Gotthard Langhans, Michael Philipp Boumann und Freiherr Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff unterrichtet.
1790 durfte Gilly den Geheimen Oberbaurat Heinrich August Riedel (1748–1810) auf dessen Reise durch Westfalen und Holland begleiten. Auf dieser Studienreise befassten sich beide ausführlich mit der Wasserkunst. Im darauf folgenden Jahr war Gilly unter der Führung von Paul Ludwig Simon am Bau der Berliner Stadtvogtei beteiligt.
1794 unternahm Gilly zusammen mit seinem Vater eine ausgedehnte Studienreise durch Ost- und Westpreußen. Als Ergebnis dieser Reise kann man die Wiederbelebung des Backsteinbaus in Norddeutschland sehen. Außerdem entdeckte er die Ruine der Marienburg als preußisch-vaterländisches Monument und fertigte Zeichnungen an (teilweise in rekonstruierter Form), die durch Johann Friedrich Frick 1799–1803 zusammen mit anderen Marienburg-Darstellungen als Aquatinta-Radierungen veröffentlicht wurden.
1796 erregte Gilly mit einem Entwurf großes Aufsehen: Mit dem Denkmal für Friedrich den Großen auf der Basis eines dorischen Tempels galt Gilly bei Zeitgenossen als das größte Genie im Baufache. 1798 wurde u. a. auch Karl Friedrich Schinkel im Alter von 17 Jahren sein Schüler. Im darauf folgenden Jahr wurde Gilly zum Oberhofbauinspektor ernannt. Mit einem königlichen Stipendium versehen, konnte er eine ausgedehnte Studienreise durch Großbritannien, Frankreich und Österreich unternehmen. Eine Reise durch Italien war der politischen Unruhen wegen unmöglich.
Nach seiner Rückkehr 1798 wurde Gilly zum Professor an der Bauakademie in Berlin berufen. Dort übernahm er die Fächer Optik und Perspektive. In diese Zeit fällt auch sein Entwurf für ein Nationaltheater in Berlin, das in seiner strengen Wuchtigkeit einen gänzlich neuen Architekturstil ankündigte, der jedoch zunächst keinen Anklang fand. 1799 heiratete er Ulrique Wilhelmine Marie Hainchelin, eine Tochter des Finanzrats Pierre Jéremie Hainchelin. Ihr gemeinsamer Sohn starb als Säugling bereits 1800.
Gilly stiftete im Januar 1799, zusammen mit Heinrich Gentz die „Privatgesellschaft junger Architekten“, welche als Weiterbildungseinrichtung gedacht war. Nach dem Vorbild der Akademie des Platon umfasste diese sieben Mitglieder: neben den beiden Gründern den Bauassessor Johann Ludwig Zitelmann, die Architekten Carl Haller von Hallerstein, Carl Ferdinand Langhans, Martin Friedrich Rabe und Karl Friedrich Schinkel.
Im Alter von 28 Jahren starb Friedrich Gilly am 3. August 1800 in Karlsbad an Tuberkulose. Schinkel übernahm die weitere Ausführung seiner laufenden Bauprojekte. Seine Witwe heiratete vier Jahre später seinen Jugendfreund Konrad Levezow.
Das als Ruine erhaltene Mausoleum der Familie von Hoym im Schlosspark von Dyhernfurth in Schlesien (heute poln. Brzeg Dolny) gilt als das einzige noch existente Bauwerk des Architekten Friedrich Gilly. Das Gebäude bildete mit seiner Errichtung in den Jahren 1800 bis 1802 den Abschluss der dritten und letzten Umbauphase des im Wesentlichen durch Carl Gotthard Langhans gestalteten Dyhernfurther Schlossparks. Der schlichte, aus massiven Sandsteinquadern gefügte dorische Prostylos-Tempel wurde anlässlich des Todes der ältesten Tochter des Grafen Hoym, Antoinette Wilhelmine Gräfin Maltzan, 1799 in Auftrag gegeben und im Jahr 1802 fertiggestellt. Nach seiner Einweihung diente das Mausoleum bis zu seiner Zerstörung im Kriegsjahr 1945 als Begräbnisstätte der Familie von Hoym.
Die im Jahr 2006 durch die Kunsthistorikerin Hella Reelfs und den Architekten Eiko Behrens gegründete Friedrich Gilly Gesellschaft initiierte inzwischen ein Projekt zur wissenschaftlichen Erforschung, Sicherung und Restaurierung der Ruine. Das umfangreiche Vorhaben wird unter anderem von der ETH Zürich, der TU Berlin und der Universität Breslau unterstützt.
Schriften von Friedrich Gilly in: Sammlung nützlicher Aufsätze und Nachrichten, die Baukunst betreffend.

Jürgen Distler

Jürgen Distler (* 1. Mai 1971 in Bayreuth; † 15. Juni 2014) war ein deutscher rechtsextremer Politiker und Verleger.
Jürgen Distler schloss sich von 1989 bis 1990 den Republikanern an, bei denen er sich politisch jedoch nicht wohlfühlte. Er wechselte 1990 zu den Jungen Nationaldemokraten. Als Mitglied des Landes- und Bundesvorstands war er in den Jahren 1995 bis 1999 Holger Apfels Stellvertreter. Er war vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit und beim Parteiorgan Der Aktivist tätig. Außerdem koordinierte er verschiedene „Regionale Aktionsgruppen“ im Raum Franken.
1996 wurde er in den bayrischen Landesvorstand der NPD gewählt. 1998 wechselte er in den Bundesvorstand der Partei. Vom Herbst 1996 an baute er mit Apfel zusammen die Parteizeitung Deutsche Stimme zu einer „regelmäßig erscheinenden Monatszeitung auf akzeptablem Niveau“ auf. Im Februar 1999 wurde er Chefredakteur der Zeitung. 2001 trat er bei der Bürgermeisterwahl von Riesa an, verlor aber mit weniger als 1000 Stimmen recht deutlich.
Im Februar 2001 übernahm Apfel seinen Posten bei der Deutschen Stimme. Distlers letzter redaktioneller Beitrag wurde im Oktober 2001 veröffentlicht. Im Laufe des NPD-Verbotsverfahren 2001 kam heraus, dass das Bayrische Landesamt für Verfassungsschutz noch im April 2001 versucht hatte, Distler als V-Mann zu gewinnen. Dieser Anwerbeversuch erfolgte nach Bekanntwerden des Verbotsverfahrens und wurde von den zuständigen Richtern als einer der Gründe für die Einstellung des Verfahrens genannt. Im Rahmen der internationalen Demonstrationen gegen das NPD-Verbotsverfahrens hielt er in Washington, D.C. eine Rede vor den „American Friends of the British National Party“ und beriet sich mit Aktivisten der National Alliance.
Seit Mai 2002 wurde Distler nicht mehr als Redakteur bei der Deutschen Stimme geführt. Er trat seit diesem Zeitpunkt nicht mehr als Aktivist in Erscheinung.

Laura Tavares

Laura „Laurie“ Tavares (* 12. Dezember 1965 in Newark) ist eine ehemalige US-amerikanische Biathletin.
Laura Tavares gab in der Saison 1992/93 ihr Debüt im Biathlon-Weltcup und wurde 33. eines Sprints in Östersund. Es dauerte bis kurz vor den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer, dass Tavares in Antholz in der Saison 1993/94 als 18. eines Einzels erstmals Weltcuppunkte erlief. Bei den Spielen kam sie in zwei Rennen zum Einsatz. Im Einzel wurde sie 32., mit Beth Coats, Joan Miller Smith und Joan Guetschow wurde sie Staffel-Achte. Wenig später wurde sie mit Gillian Sharp, Joan Miller Smith und Beth Coats bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 1994 in Canmore, wo einzig der nichtolympische Mannschaftswettkampf durchgeführt wurde, Fünfter. Nach dem Ende der Saison beendete sie ihre aktive Biathlon-Karriere. 1997 und 1998 bestritt sie noch mehrere FIS-Rennen in Nordamerika.
Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).