Tight End

Der Tight End ist im American Football eine Mischung aus Offensive Lineman und Wide Receiver.
Bei Laufspielzügen ist es die Aufgabe des Tight Ends, zusammen mit den Tackles, Guards und dem Center, dem Runningback den Weg frei zu blocken. Bei Passspielzügen hingegen läuft er genau wie die Receiver seine vorgegebene Passroute, um sich als Passempfänger anzubieten und den Ball zu fangen, oder er bildet mit den anderen Offensive Linemen die Pocket (Tasche) für den Quarterback und blockt die Verteidiger. Meist wird der Tight End vor Beginn des Spielzugs direkt neben dem Tackle aufgestellt (daher auch die Bezeichnung Tight End, weil er somit nah an einem der Enden der Offensive Line steht), er kann aber auch weiter nach außen verschoben als Slot Receiver oder nach hinten versetzt als sogenannter H-Back agieren. Diejenige Seite der Offense, auf der der Tight End aufgestellt wird, wird als strong side, die gegenüberliegende als weak side bezeichnet. Oft bestimmt dies dann die Zuordnung der Linebacker oder des Strong Safetys der gegnerischen Defense.
Ein guter Tight End sollte möglichst groß und kräftig sein, aber dennoch über eine gewisse Grundschnelligkeit verfügen und sehr gut fangen können, da er meist für kurze Pässe als Passempfänger dient und deshalb nicht viel Zeit hat, sich auf das Fangen des Balls vorzubereiten. Die Bedeutung des Tight Ends ist von Mannschaft zu Mannschaft und von System zu System unterschiedlich. In manchen Teams fängt der Tight End mehr Bälle als die Wide Receiver, in anderen wird er nur selten – wenn überhaupt – angespielt. Da der Tight End bei Passspielzügen in der Regel nicht direkt in Manndeckung genommen wird, fungiert er häufig als Sicherheitsoption für den Quarterback, der ihm den Ball in letzter Sekunde auf kurze Distanz zupasst, wenn die Wide Receiver von der Defense zu eng gedeckt werden und der Druck auf den Quarterback zu groß wird.
In der Frühzeit des Footballs waren die Tight Ends meist schwere, kraftvolle Spieler, die als zusätzliche Blocker für die Offensive Line verwendet wurden. In den 1960er-Jahren kamen Hall-of-Fame-Spieler wie Mike Ditka, Jackie Smith und John Mackey hinzu, die zusätzlich über große Fangsicherheit verfügten. Mit Kellen Winslow und Shannon Sharpe etablierten sich zunehmend schnelle, athletische Tight Ends, die sich vor allem über ihre Offensivqualitäten profilierten. Seit den 2000er-Jahren kommen immer mehr Spieler, die auf College-Niveau Basketball gespielt haben, wie zum Beispiel die Pro-Bowl-Tight-Ends Tony Gonzalez, Antonio Gates, Julius Thomas oder Jimmy Graham zum Einsatz. An ihnen wird die Fähigkeit geschätzt, trotz enger Deckung einen Pass wie einen Rebound aus der Luft holen zu können. Beispiele für „klassische“ Tight Ends sind gegenwärtig die Pro-Bowl-Spieler Rob Gronkowski oder Jason Witten.
Der Tight End trägt ähnlich wie die Wide Receiver eine Nummer zwischen 1–49 und 80–99, da die Nummern 50–79 keine Vorwärtspässe fangen dürfen.
Offense: Quarterback | Halfback | Fullback | Tight End | Wide Receiver | Tackle | Guard | Center
Defense: Defensive Tackle | Defensive End | Linebacker | Cornerback | Strong Safety | Free Safety | Nickelback
Special Teams: Kicker | Punter | Kicking Specialist | Long Snapper | Holder | Kick Returner | Punt Returner | Return Specialist | Gunner

Annette Lowman

Annette Lowman (* in Denver/Colorado) ist eine US-amerikanische Jazzsängerin.
Lowman besuchte von 1963 bis 1967 die East High School in ihrer Geburtsstadt, dann das Kentucky State College. Sie begann ihre Karriere in den USA als Pop- und Rhythm-and-Blues-Sängerin. Seit 1980 wandte sie sich der Jazzmusik zu. 1983 übersiedelte sie nach Paris, wo sie bis 1998 lebte und zwei Jahre mit Memphis Slim auftrat. In Europa wurde sie als Partnerin von Musikern wie Clark Terry, Steve Lacy, Horace Parlan und Claude Bolling bekannt.
Mit Archie Shepp nahm sie das Album Lover Man (1988) auf, mit Klaus Weiss (und der NDR-Bigband) das Album A Message From Santa Claus (1995). Weiter ist sie auf Alben von Les Haricots Rouges Unter ihrem eigenen Namen veröffentlichte sie ein in New York aufgenommenes Album mit Aufnahmen mit Stanley Turrentine und Maceo Parker. Unter dem Titel Brown Baby veröffentlichte sie ein Tribut-Album für Oscar Brown Jr.
Weiterhin trat Lowman mit dem Ungarischen Rundfunksinfonieorchester auf und wirkte als Co-Autorin und Interpretin an György Vukáns dem Papst Johannes Paul II. gewidmeten Missa ad Dominum Jesum Christum mit.

Dichte Ordnung

Dichte Ordnung ist ein mathematischer Begriff aus dem Gebiet der Ordnungstheorie. Eine Ordnung heißt dicht, wenn zwischen je zwei Elementen ein drittes liegt.

Eine lineare Ordnung < auf einer Menge heißt dicht, falls das heißt, für je zwei verschiedene Elemente von gibt es ein drittes, das zwischen den beiden liegt. Nach einem Satz von Cantor enthalten nichtleere abzählbare, dichte Ordnungen ohne kleinstes und größtes Element alle anderen abzählbaren, linearen Ordnungen, das heißt, sie haben folgende universelle Eigenschaft: Es sei eine nichtleere abzählbare, dichte, linear geordnete Menge ohne kleinstes und größtes Element und eine beliebige abzählbare, linear geordnete Menge. Dann gibt es eine injektive Abbildung mit Nach einem weiteren Satz von Cantor sind je zwei nichtleere, abzählbare, dichte, linear geordnete Mengen ohne kleinstes oder größtes Element ordnungsisomorph. Das heißt: Sind und zwei solche Mengen und sind beide Ordnungen mit < bezeichnet, so gibt es eine bijektive Abbildung mit . Die folgenden Beispiele sind daher alle isomorph: Verzichtet man auf die Bedingungen über kleinste und größte Elemente, so erhält man: Jede abzählbare, dichte, linear geordnete Menge ist isomorph zu einer der folgenden sechs Mengen, jeweils mit ihrer natürlichen Ordnung versehen: Eine Ordnung heißt vollständig, wenn jede nach oben beschränkte Menge ein Supremum hat. Nach einem weiteren Satz von Cantor lässt sich das Kontinuum, das heißt die Menge der reellen Zahlen, ordnungstheoretisch wie folgt charakterisieren: mit der natürlichen Ordnung ist bis auf Ordnungsisomorphie die einzige vollständige, lineare Ordnung, die eine abzählbare, ordnungsdichte und zu ordnungsisomorphe Teilmenge enthält. Je zwei nichtleere dichte lineare Ordnungen ohne kleinstes und größtes Element sind elementar äquivalent, wie sich aus dem Satz von Fraïssé ergibt (siehe hier für einen Beweis). Die Theorie der dichten linearen Ordnungen ohne Endpunkte ist also vollständig. Insbesondere lassen sich die Ordnungstheorien von und in der Prädikatenlogik erster Stufe nicht unterscheiden, Eigenschaften wie die Vollständigkeit lassen sich in ihr nicht formulieren. Die Theorie der dichten linearen Ordnungen ohne Endpunkte erlaubt Quantorenelimination. Jede Formel der Prädikatenlogik erster Stufe ist damit äquivalent zu einer booleschen Kombination atomarer Aussagen der Form . Zu jedem Tupel von Elementen einer dichten linearen Ordnung ohne Endpunkte ergibt sich somit der zugehörige Typ allein aus den gültigen und nicht gültigen Vergleichen der Elemente des Tupels. Jede dichte lineare Ordnung ohne Endpunkte ist somit ein atomares Modell. Allgemeine dichte lineare Ordnungen erlauben Quantorenelimination, wobei zusätzlich Aussagen der Form „es existiert ein kleinstes Element“, „es existiert ein größtes Element“, „ ist das kleinste Element“ und „ ist das größte Element“ in den booleschen Kombinationen zugelassen werden müssen. Sei eine Kardinalzahl. Eine linear geordnete Menge heißt -dicht, wenn für je zwei Mengen mit , sodass alle Elemente in kleiner als alle in sind, ein Element existiert, das größer als alle Elemente in A und kleiner als alle in B ist. -dichte Ordnungen sind gerade die dichten linearen Ordnungen ohne Endpunkte. Eine dichte lineare Ordnung ohne Endpunkte ist genau dann -saturiert, wenn sie -dicht ist. Eine (und damit bis auf Isomorphie genau eine) saturierte dichte lineare Ordnung ohne Endpunkte der Kardinalität (d. h. sie ist -saturiert) existiert genau dann, wenn regulär ist und . Die Betrachtung dieser dichten linearen Ordnung und allgemeiner der Saturiertheit geht auf Texte von Felix Hausdorff aus den Jahren 1908 und 1914 zurück. Für jede überabzählbare Kardinalzahl existieren genau paarweise nicht-isomorphe dichte lineare Ordnungen ohne Endpunkte, während bis auf Isomorphie nur eine einzige abzählbare dichte lineare Ordnung ohne Endpunkte existiert (, welches saturiert ist). Die Theorie der dichten linearen Ordnungen ohne Endpunkte ist damit -kategorisch, doch nicht -kategorisch.

Airdrie (North Lanarkshire)

Airdrie ist eine Stadt in North Lanarkshire in Schottland. Sie liegt auf einer Hochebene etwa 130 Meter über dem Meeresspiegel und etwa 19 Kilometer östlich von Glasgow. Zusammen mit Coatbridge bildet Airdrie das Gebiet des früheren Monklands. Im Jahr 2011 hatte Airdrie 37.132 Einwohner.

Nicht gesicherten Quellen zufolge entstand der alte Name Arderyth unter anderem aus dem gälischen “àrd ruith”, was eine Weide oder Steigung bis zu einer bestimmten Höhe bedeutet.
Die Besiedlung des heutigen Gebietes von Airdrie kann auf das Jahr 577 n. Chr. datiert werden, als die Schlacht von Arderyth stattfand zwischen Rydderych (The Bountiful), dem König von Strathclyde und Aeddam (The Perfidious), dem König der Halbinsel Kintyre. Der Sage nach nahm Merlin der Barde auf der Seite von Aeddam an der Schlacht teil.
Bis zum Jahre 1162 ist die Geschichte Airdries nicht durch zuverlässige Quellen dokumentiert.
Zwischen 1162 und 1850 bauten die Mönche von Newbattle Abbey die Infrastruktur Airdries aus. Anfänglich nur als Verkehrs-Haltepunkt genutzt, entstanden bald Siedlungen.

Lella Lombardi

Maria Grazia „Lella“ Lombardi (* 26. März 1941 in Frugarolo; † 3. März 1992 in Mailand) war eine italienische Automobilrennfahrerin.

Ihr Formel-1-Debüt feierte sie 1974 in Brands Hatch für das Team Allied Polymer Group, ohne sich jedoch für das Rennen qualifizieren zu können. Erst 1975 startete sie erstmals bei einem Formel-1-Rennen, dem Großen Preis von Südafrika für das Team March. Beim letzten Lauf der Saison, dem Großen Preis der USA in Watkins Glen, trat sie für Frank Williams Racing Cars an, konnte im Rennen aber wegen Zündungsproblemen im Warm-up nicht starten. 1976 fuhr sie ein Rennen für March, das sie von Platz 22 startend noch auf dem 14. Rang beendete. Sie wechselte daraufhin zum Team RAM und fuhr dort drei Rennen. Ihr letztes von zwölf Rennen fuhr sie 1976 in Zeltweg beim Großen Preis von Österreich und belegte nach Platz 24 in der Qualifikation am Ende Platz 12.
Lella Lombardi ist die bisher einzige Frau, die in einem Formel-1-Grand-Prix in die Punkteränge fuhr. 1975 erhielt sie einen halben WM-Punkt für Platz sechs beim vorzeitig abgebrochenen Großen Preis von Spanien auf dem Circuit de Montjuïc in Barcelona.
Sie ist außerdem die erste Frau, die jemals an einem Rennen der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft teilnahm. Mit einem siebten und einem zehnten Platz beim zehnten Rennwochenende auf dem Hockenheimring 1984 belegte sie zwar die Punkteränge, war allerdings als Gaststarterin nicht punkteberechtigt.
Auch im Sportwagensport war sie aktiv. 1981 siegte sie gemeinsam mit Giorgio Francia auf einem Osella PA9 beim 6-Stunden-Rennen von Mugello.
Lella Lombardi starb am 3. März 1992 in Mailand an Krebs.

BKK Landesverband Bayern

Der BKK Landesverband Bayern ist die Dachorganisation der Betriebskrankenkassen die ihren Sitz in Bayern haben. Andere Krankenkassen können dem Landesverband beitreten. Er hat seinen Sitz in München, ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und untersteht der Rechtsaufsicht des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Der Landesverband erfüllt die ihm durch das Sozialgesetzbuch zugewiesenen Aufgaben unter Beachtung des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit. Er hat die Interessen seiner Mitglieder zu wahren und diese zu unterstützen. Bei der Zusammenarbeit mit anderen Verbänden, Institutionen und Versicherungsträgern sind die besonderen Interessen der betrieblichen Krankenversicherung und der Pflegeversicherung zu beachten. Der Landesverband nimmt ebenso die Aufgaben eines Landesverbandes der Pflegekassen nach § 52 SGB XI wahr.
Zu den Kernaufgaben gehören die Vertragsverhandlungen zur ärztlichen und zahnärztlichen Versorgung, zu Arzneimitteln, Heil- und Hilfsmitteln sowie Versorgungsverträge und Budgetverhandlungen mit Krankenhäusern und Rehaeinrichtungen, Rettungsdiensten und sonstigen Leistungserbringern ebenso wie ambulanter und vollstationärer Pflegesachleistungen.
Darüber hinaus wirkt der Landesverband bei der Krankenhausplanung und der Umsetzung strukturierter Behandlungsprogramme (DMP) mit.
Er unterstützt seine Mitgliedskassen bei der Verhandlung BKK-individueller Verträge, der Wirtschaftlichkeits- und Abrechnungsprüfung in der vertragsärztlichen und vertragszahnärztlichen Versorgung und schließt Vereinbarungen zur Förderung der Präventions- und Selbsthilfe
Er übt die politische Vertretung auf Landesebene aus und begleitet Gesetzgebungsverfahren. Für Medien und Fachöffentlichkeit ist der BKK Landesverband Bayern ein wichtiger Ansprechpartner bei Fragen rund um die gesetzliche Krankenversicherung.
Der Landesverband unterstützt und berät seine Mitgliedskassen zur Haftungsprävention bei der Finanzanalyse und vorausschauenden Finanzplanung (Finanzcontrolling).
Der Landesverband hat 17 Mitgliedskassen (2015).
davon sind offen:
davon sind betriebsbezogen:
Das oberste Gremium ist der Verwaltungsrat. Er hat 28 Mitglieder. Sie setzen sich je zur Hälfte aus Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber zusammen.
Der Vorstand verwaltet den Landesverband und vertritt ihn gerichtlich und außergerichtlich nach außen und sorgt für die Umsetzung der Beschlüsse des Verwaltungsrats. Der Vorstand besteht aus einem Mitglied. Der Vorstand hat dem Verwaltungsrat insbesondere zu berichten über die Umsetzung von Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung und die finanzielle Situation sowie die voraussichtliche Entwicklung.

Deutsche Handballmeisterschaft 1964

Die Deutsche Handballmeisterschaft 1964 war die 15. vom DHB ausgerichtete Endrunde um die Deutsche Meisterschaft im Hallenhandball der Männer. Sie wurde am 22. und 23. Februar vor 6.000 Zuschauern in der Ostseehalle in Kiel ausgespielt, in einem Endrundenturnier mit Gruppenphase in der Vorrunde.
Neuer Titelträger wurde der Berliner SV 1892, der damit nach dem inoffiziellen Zonenmeister-Titel 1948 und der Meisterschaft 1956 zum dritten Mal das Endrundenturnier gewinnen konnte. Im Endspiel gewannen die Berliner gegen den Titelverteidiger THW Kiel mit 4:3.
Erstmals seit 10 Jahren hatte sich der Rekordmeister Frisch Auf Göppingen nicht für die Endrunde qualifizieren können.

Teilnahmeberechtigt an der Endrunde waren die Meister der fünf Regionalverbände sowie der Vizemeister des gastgebenden Verbandes, in diesem Jahr des Norddeutschen Handball-Verbands. In zwei Vorrundengruppen qualifizierten sich die jeweils ersten beiden Mannschaften für das Halbfinale, die jeweils Gruppenletzten spielten um Platz fünf.
In der Vorrundengruppe A spielten der Titelverteidiger THW Kiel (Regionalverbandsmeister Nord), der SV Bayer 04 Leverkusen (Regionalverbandsmeister West) und der TuS 1860 Neunkirchen (Regionalverbandsmeister Südwest).
In der anderen Gruppe trafen der Berliner SV 1892 (Regional-/Landesverbandsmeister Berlin), der Hamburger SV (Vizemeister Regionalverband Nord) und die SG Leutershausen (Regionalverbandsmeister Süd) aufeinander.
Die Spieldauer betrug 2 × 20 Minuten; bei Gleichstand nach regulärer Spielzeit war eine Verlängerung vorgesehen.
In der Vorrunde sah es noch so aus, also ob der THW Kiel in eigener Halle problemlos auf den vierten Titel zusteuern und damit den Heimnimbus wahren könnte: die Spiele gegen den westdeutschen und den südwestdeutschen Meister wurden souverän gewonnen. Das Halbfinale gegen den norddeutschen Vizemeister Hamburger SV war auch eine Neuauflage des Duells der beiden Altmeister Hein Dahlinger (Kiel, 41 Jahre) und Otto Maychrzak (Hamburg, 36 Jahre), der nochmals Torschützenkönig der Deutschen Meisterschaft wurde; die Abwehrstärke der Kieler setzte sich auch hier noch durch. Im Geduldsspiel des torarmen Finales erwies sich aber schließlich der Berliner Meister als cleverer und machte mit dem Siegtor 5 Sekunden vor dem Abpfiff die Kieler Hoffnungen zunichte. Die Mannschaft hatte gemeinsam mit ihrem Spielertrainer Hein Dahlinger, der im Vorjahr noch Erfolgsgarant war, den Zenit ihres Könnens überschritten.
Der Erfolg des Berliner SV war kein Zufallsprodukt: In der Vorrunde hatten die Berliner den Hamburger SV regelrecht schwindlig gespielt, hatten in der ersten Spielhälfte bereits mit 7:0 geführt, ehe der HSV das Ergebnis etwas erträglicher gestalten konnte. Seine ganze Routine brauchte der BSV dagegen im anderen Vorrundenspiel: gegen die Endrundenneulinge aus Leutershausen lag der Altmeister zur Halbzeit scheinbar aussichtslos mit 3 Toren zurück, konnte das Spiel aber in den zweiten 20 Minuten noch zum knappen Sieg drehen.
Vorrundenspiele Gruppe A, 22. Februar
Vorrundenspiele Gruppe B, 22. Februar
Halbfinale, 23. Februar
Spiel um Platz fünf, 23. Februar
Spiel um Platz drei, 23. Februar
Finale, 23. Februar
Endrundenturniere (Männer) des DAH/DHB vor Einführung der Handball-Bundesliga zur Saison 1966/67: 1948 (inoffiziell) | 1949 (inoffiziell) | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966

Römische Weinstraße

Die Römische Weinstraße ist ein Urlaubsgebiet an der Mosel im Bundesland Rheinland-Pfalz. Sie folgt zum Teil den alten römischen Versorgungsstraßen, die parallel zum Fluss angelegt waren.

Die Römische Weinstraße beginnt wenige Flusskilometer abwärts von Trier. Das Moseltal zeichnet sich hier durch steile Weinberge mit künstlich angelegten Terrassen und deren Schieferböden aus.
Das Urlaubsgebiet befindet sich auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße. Sie umfasst insgesamt 19 Orte: Bekond, Detzem, Ensch, Fell, Föhren, Kenn, Klüsserath, Köwerich, Leiwen, Longen, Longuich, Mehring, Naurath, Pölich, Riol, Schleich, Schweich, Thörnich und Trittenheim.
Im Gebiet der Römischen Weinstraße befinden sich zahlreiche Radwege. Der Mosel-Radweg von Metz nach Koblenz führt durch die Region. Weitere Radwege sind der Radweg Wittlicher Senke und der Salm-Radweg. Für die Mountainbiker wurden seit 2003 fünf Strecken mit einer Länge zwischen 27,9 und 76,3 km und unterschiedlichem Höhenprofil von 718 bis 2119 m ausgewiesen.
Seit Mai 2009 steht den Wanderinteressierten im Bereich der Römischen Weinstraße ein neu überarbeitetes und durchgängig beschildertes Wanderwegenetz mit einer Länge von etwa 300 km zur Verfügung. Die dazugehörige Wanderkarte ist seit Mai 2009 erhältlich. Es gibt Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Auch der Moselhöhenweg, ein etwa 200 km langer Wanderweg von Palzem nach Koblenz, verläuft über Quint, Schweich und Klüsserath durch das Gebiet der Römischen Weinstraße.
Die Römische Weinstraße liegt im Weinbaugebiet Mosel, welches als die älteste deutsche Weinregion gilt. Archäologische Funde belegen, dass bereits die Römer im 1. Jahrhundert n. Chr. hier Weinreben angebaut haben. Nach dem Ende der Römerzeit übernahmen die Klöster eine zentrale Rolle im Weinbau.
Heute wird auf dreiviertel der Fläche Riesling angebaut, eine weiße Rebsorte. Weitere wichtige Rebsorten sind Müller-Thurgau sowie die roten Sorten Spätburgunder und Dornfelder.

John Willem Gran

John Willem Nicolaysen Gran OCSO (* 5. April 1920 in Bergen; † 20. März 2008 in Paris) war der römisch-katholische Bischof von Oslo von 1964 bis 1983.
Gran konvertierte 1941 zum Katholizismus. Er leistete seinen Militärdienst während des Zweiten Weltkriegs zunächst in London, dann in Norwegen, unter anderem in der Festung Akershus. Zwischen 1946 und 1947 arbeitete er als Regieassistent für den norwegischen Film. 1949 trat er jedoch in das Trappistenkloster Caldey Island ein und empfing dort am 21. Mai 1957 die Priesterweihe. Zwei Jahre später wurde er zum Theologiestudium nach Rom gesandt. 1962 wurde er von Papst Johannes XXIII. zum Koadjutorbischof mit Nachfolgerecht in Oslo bestellt und zum Titularbischof von Raphia ernannt. Die Bischofsweihe am 24. März 1963 spendete ihm sein Amtsvorgänger Jacob Mangers; Mitkonsekratoren waren Johannes Theodor Suhr, Bischof von Kopenhagen, und Johann Wember, Apostolischer Vikar von Nord-Norwegen. 1983 wurde seinem Rücktrittsgesuch durch Johannes Paul II. stattgegeben.
Er war der einzige norwegische Teilnehmer am Zweiten Vatikanum. Bischof Gran war von 1978 bis 1986 Vorsitzender der Nordischen Bischofskonferenz.

Haubenkauz

Haubenkauz (Lophostrix cristata)
Der Haubenkauz (Lophostrix cristata) ist die einzige Art der Gattung Lophostrix innerhalb der Eigentlichen Eulen (Strigidae). Diese mittelgroße Eule lebt in den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas.

Der Haubenkauz erreicht eine Größe von durchschnittlich 40 Zentimetern. Die Art ist unverkennbar durch ihre breiten, weißen „Augenbrauen“, die sich von der Gesichtsmitte bis in die Ohrbüschel ziehen. Das Gefieder ist ansonsten braun, wobei die Rückenseite deutlich dunkler ist. Der Bauch und die Brust sind mit einer dunkelbraunen Sprenkelung versehen. Die Augen der mittelamerikanischen Unterart Lophostrix cristata stricklandi sind gelb-orange, die der südamerikanischen Tiere dunkelbraun. Das Gesicht ist dunkel- bis schwarzbraun.
Der Haubenkauz lebt in feuchten Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. Dabei kommt die Unterart Lophostrix cristata stricklandi vom südlichen Mexiko südwärts in allen Regenwaldgebieten Mittelamerikas sowie in Costa Rica vor. Lophostrix cristata wedeli lebt im nördlichen Südamerika sowie in Mittelamerika bis nach Panama. Südlich dieser Verbreitung findet man die dritte Unterart sowie Nominatform Lophostrix cristata cristata. Die Verbreitung reicht dabei von Ebenen auf Meeresspiegelniveau bis in die Nebelwälder in 2000 Metern Höhe.
Obwohl die Art in einigen Teilen Mexikos und Costa Ricas nicht selten ist, ist nur relativ wenig bekannt über die Lebensweise der Tiere. Sie sind strikt nachtaktiv und ernähren sich vor allem von großen Insekten (primär Käfer) und anderen Gliederfüßern, vor allem Tausendfüßer. Daneben jagen sie Kleinsäuger. Dabei jagen die Tiere meist im Innern des Waldes sowie an den Ufern von Flüssen und Seen.
Die Brutsaison beginnt im Februar und endet im Mai. Dabei ist der Haubenkauz ein Höhlenbrüter und baut sein Nest vor allem in hohle Bäume. Die Jungen verlassen die Eltern im September.