Hernando Franco

Hernando Franco (* 1532 in Galizuela; † 28. November 1585 in Mexiko-Stadt) war ein spanischer Komponist der Renaissancezeit, der hauptsächlich in Guatemala und Mexiko (damaliges Neuspanien) aktiv war.
Franco stammte aus einer kleinen Stadt nahe Alcántara in der spanischen Provinz Extremadura. Als Kind war er Chorknabe in der Kathedrale von Segovia und wurde von Gerónimo de Espinar unterrichtet, der womöglich auch der Lehrer von Tomás Luis de Victoria war. Er was befreundet mit Lázaro del Álamo, seinem Vorgänger als maestro de capilla in Mexiko-Stadt.
Vermutlich wanderte Franco in den 1550er Jahren nach Neuspanien aus, der erste Beleg seiner Tätigkeit dort stammt allerdings erst aus dem Jahr 1571, in dem er als maestro de capilla der Kathedrale von Santiago de Guatemala verzeichnet wird.
Franco verließ diesen Posten 1574 und ging nach Mexiko. Hier erhielt er 1575 die Stelle des maestro de capilla der neuen Kathedrale.
Er zog sich 1582 von seinem Posten zurück und starb 1585. Er ist in der Kathedrale begraben.
Franco schrieb 20 erhaltene Motetten, 16 Vertonungen des Magnificat und eine vierstimmige Vertonung der Lamentationen des Jeremias. Anscheinend hat er keine Messvertonungen geschrieben, was für einen Kathedralkapellmeister ungewöhnlich ist, möglicherweise sind jedoch auch viele seiner Werke verloren gegangen. Einige Hymnen in der landeseigenen Sprache Nahuatl, die unter dem Namen Hernando don Franco überliefert sind, werden heute für Werke eines indigenen Komponisten gehalten, der möglicherweise bei der Missionierung zum Christentum diesen Namen annahm. In diesem Falle würde es sich um die ältesten erhaltenen Beispiele notierter Musik in der europäischen Tradition von indigenen Urbewohnern Amerikas handeln.
Franco ist der erste namentlich bekannte Komponist in Guatemala; seine zwei Stücke in den Archiven der Kathedrale von Guatemala, ein Lumen ad revelationem und ein Benedicamus Domino, stammen aus den ältesten erhaltenen Handschriften dieser Region überhaupt.

Lică Movilă


Lică Stavarache Movilă (* 21. Oktober 1961 in Brăila) ist ein ehemaliger rumänischer Fußballspieler. Er bestritt insgesamt 199 Spiele in der rumänischen Divizia A. Der Mittelfeldspieler gewann in den Jahren 1983 und 1984 mit Dinamo Bukarest die rumänische Meisterschaft.

Die Karriere von Movilă begann im Jahre 1981, als er in den Kader der ersten Mannschaft seines Heimatvereins SC Bacău kam. Am 21. Juni 1981 kam er zu seinem ersten Einsatz in der Divizia A. Nachdem er in der Saison 1981/82 weitere sechs Mal zum Zuge gekommen war, wurde er in der Hinrunde 1982/83 häufiger eingesetzt. Anfang 1983 verpflichtete ihn der Spitzenklub Dinamo Bukarest, mit dem er im selben Jahr die rumänische Meisterschaft gewinnen konnte. Diesen Erfolg konnte er mit seinem Team ein Jahr später wiederholen. Gleichzeitig zog er mit seinem Klub ins Halbfinale des Europapokals der Landesmeister ein. In den folgenden Jahren wurde er zur Stammkraft im Verein. Als rumänische Nummer Zwei hinter Steaua Bukarest konnte er abgesehen vom Pokalsieg 1986 keinen weiteren Titel mehr gewinnen.
Im Jahr 1988 verließ er Dinamo zu Ligakonkurrent Flacăra Moreni, mit dem er in der Spielzeit 1988/89 auf dem vierten Platz im Gesamtklassement den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern konnte. Anschließend wechselte er zu Universitatea Cluj und ein Jahr später zu Simbrul Kischinjow in die zweite sowjetische Liga. Anfang 1992 schloss er sich dem israelischen Klub Hapoel Be’er Scheva an, wo er im selben Jahr seine Laufbahn beendete.
Movilă bestritt 14 Spiele für die rumänische Nationalmannschaft. Er debütierte am 1. Juni 1983 im Freundschaftsspiel gegen Jugoslawien, als er in der 70. Minute eingewechselt wurde. Er kam im selben Jahr noch in drei weiteren Freundschaftsspielen zum Einsatz. Das Spiel am 7. September 1983 gegen Polen, bei dem er sein einziges Tor erzielen konnte, war vorerst sein letztes Länderspiel. Nationaltrainer Mircea Lucescu verzichtete ein Jahr lang auf ihn, ehe er am 12. September 1984 im Qualifikationsspiel zur Weltmeisterschaft 1986 gegen Nordirland zu einem weiteren Länderspiel kam.
Erneut dauerte es mehr als ein Jahr, bevor er am 28. Februar 1986 in einem Freundschaftsspiel gegen Ägypten wieder Berücksichtigung fand. Movilă gehörte in den nachfolgenden Freundschaftsspielen stets zum Aufgebot und fand sich meist in der Startformation. Mit Beginn der Qualifikation zur Europameisterschaft 1988 wurde er jedoch nicht mehr berufen. Nach zwei weiteren Freundschaftsspielen kam er am 8. April 1987 gegen Israel zu seinem letzten Länderspiel.

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Šávoľ

Hilf mit, diese Listen zu ergänzen, verlinke mit bereits bestehenden Artikeln, füge Bilder ein, wenn es noch keine gibt oder mache welche, wenn Du gerade an so einem „Denkmal“ vorbeikommst.
Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Šávoľ enthält das eine nach slowakischen Denkmalschutzvorschriften geschützte Objekt in der Gemeinde Šávoľ im Okres Lučenec.

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:
Ábelová | Belina | Biskupice | Boľkovce | Budiná | Bulhary | Buzitka | Čakanovce | Čamovce | Divín | Dobroč | Fiľakovo | Fiľakovské Kováče | Gregorova Vieska | Halič | Holiša | Jelšovec | Kalonda | Kotmanová | Lehôtka | Lentvora | Lipovany | Lovinobaňa | Lučenec | Lupoč | Ľuboreč | Mašková | Mikušovce | Mučín | Mýtna | Nitra nad Ipľom | Nové Hony | Panické Dravce | Píla | Pinciná | Pleš | Podrečany | Polichno | Praha | Prša | Radzovce | Rapovce | Ratka | Ružiná | Stará Halič | Šávoľ | Šiatorská Bukovinka | Šíd | Šurice | Točnica | Tomášovce | Trebeľovce | Trenč | Tuhár | Veľká nad Ipľom | Veľké Dravce | Vidiná

Nöthnitz

51.00416666666713.730555555556210Koordinaten: 51° 0′ 15″ N, 13° 43′ 50″ O
Lage von Nöthnitz in Bannewitz
Nöthnitz ist ein Dorf in der Gemeinde Bannewitz im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen.

Das zum Ortsteil Bannewitz zählende Nöthnitz liegt nördlich des Hauptortes am Nöthnitzbach in einer eigenen Gemarkung. Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 170, im Norden der Gemarkung Nöthnitz befindet sich die Anschlussstelle Dresden-Südvorstadt an der Autobahn 17.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf im Jahr 1288 als „Netenicz“. Der Ortsname ist altsorbischen Ursprungs und bedeutet „Viehhof“. Für das 15. bis 17. Jahrhundert sind die Formen „Neteritz“, „Nedens“ und „Nötitz“ verbürgt. Nöthnitz wurde als Weiler um einen Rittersitz gebildet, später siedelten sich Häusler auf der 88 Hektar (Stand: 1842) großen Blockflur an. Im Jahr 1453 ging der Grundbesitz vom Bistum Meißen an den sächsischen Kurfürsten über, der ihn als Lehen an Adelsgeschlechter vergab. Im 16. Jahrhundert gehörte Nöthnitz zum Rittergut Lockwitz. Spätestens ab 1540 wurde das Dorf gemeinsam mit dem Vorwerk im benachbarten Rosentitz verliehen, die Gutsherren sind daher jeweils identisch. Um 1630 wurde Schloss Nöthnitz errichtet. Kirchlich gehörte Rosentitz zunächst zur Gemeinde der Dresdner Frauenkirche, danach war es nach Leubnitz eingepfarrt. Um 1900 gab es in Nöthnitz 35 Häuser. Das Rittergut, zu dem 246 Hektar Land gehörten, blieb bis 1914 als Gutsbezirk selbstständig. Im 19. Jahrhundert kam Rosentitz zur Landgemeinde Nöthnitz hinzu, die 1923 wiederum nach Bannewitz eingemeindet wurde.

Friedrich Gilly

Friedrich David Gilly (* 16. Februar 1772 in Altdamm bei Stettin; † 3. August 1800 in Karlsbad) war ein deutscher Baumeister in Preußen. Seine Werke sind von der Revolutionsarchitektur beeinflusst.

Gilly entstammte einer Familie hugenottischer Einwanderer, die sich 1689 in Preußen niedergelassen hatte. Er war der Sohn des Baumeisters David Gilly und dessen Ehefrau Friederike Ziegenspeck. Sein Vater nahm ihn schon früh mit auf seine Dienstreisen und förderte die Begabung seines Sohnes in jeder Hinsicht. Mit 16 Jahren kam Gilly 1788 nach Berlin und erhielt dort in der Klasse für Architektur der Akademie der bildenden Künste eine umfassende Ausbildung.
Im Fach Architektur waren Friedrich Becherer und Carl Gotthard Langhans seine Lehrer. Zeichenunterricht genoss Gilly bei Christian Bernhard Rode, Johann Christoph Frisch, Johann Heinrich Meil, Daniel Nikolaus Chodowiecki und Johann Gottfried Schadow. Im praktischen Teil wurde er von Carl Gotthard Langhans, Michael Philipp Boumann und Freiherr Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff unterrichtet.
1790 durfte Gilly den Geheimen Oberbaurat Heinrich August Riedel (1748–1810) auf dessen Reise durch Westfalen und Holland begleiten. Auf dieser Studienreise befassten sich beide ausführlich mit der Wasserkunst. Im darauf folgenden Jahr war Gilly unter der Führung von Paul Ludwig Simon am Bau der Berliner Stadtvogtei beteiligt.
1794 unternahm Gilly zusammen mit seinem Vater eine ausgedehnte Studienreise durch Ost- und Westpreußen. Als Ergebnis dieser Reise kann man die Wiederbelebung des Backsteinbaus in Norddeutschland sehen. Außerdem entdeckte er die Ruine der Marienburg als preußisch-vaterländisches Monument und fertigte Zeichnungen an (teilweise in rekonstruierter Form), die durch Johann Friedrich Frick 1799–1803 zusammen mit anderen Marienburg-Darstellungen als Aquatinta-Radierungen veröffentlicht wurden.
1796 erregte Gilly mit einem Entwurf großes Aufsehen: Mit dem Denkmal für Friedrich den Großen auf der Basis eines dorischen Tempels galt Gilly bei Zeitgenossen als das größte Genie im Baufache. 1798 wurde u. a. auch Karl Friedrich Schinkel im Alter von 17 Jahren sein Schüler. Im darauf folgenden Jahr wurde Gilly zum Oberhofbauinspektor ernannt. Mit einem königlichen Stipendium versehen, konnte er eine ausgedehnte Studienreise durch Großbritannien, Frankreich und Österreich unternehmen. Eine Reise durch Italien war der politischen Unruhen wegen unmöglich.
Nach seiner Rückkehr 1798 wurde Gilly zum Professor an der Bauakademie in Berlin berufen. Dort übernahm er die Fächer Optik und Perspektive. In diese Zeit fällt auch sein Entwurf für ein Nationaltheater in Berlin, das in seiner strengen Wuchtigkeit einen gänzlich neuen Architekturstil ankündigte, der jedoch zunächst keinen Anklang fand. 1799 heiratete er Ulrique Wilhelmine Marie Hainchelin, eine Tochter des Finanzrats Pierre Jéremie Hainchelin. Ihr gemeinsamer Sohn starb als Säugling bereits 1800.
Gilly stiftete im Januar 1799, zusammen mit Heinrich Gentz die „Privatgesellschaft junger Architekten“, welche als Weiterbildungseinrichtung gedacht war. Nach dem Vorbild der Akademie des Platon umfasste diese sieben Mitglieder: neben den beiden Gründern den Bauassessor Johann Ludwig Zitelmann, die Architekten Carl Haller von Hallerstein, Carl Ferdinand Langhans, Martin Friedrich Rabe und Karl Friedrich Schinkel.
Im Alter von 28 Jahren starb Friedrich Gilly am 3. August 1800 in Karlsbad an Tuberkulose. Schinkel übernahm die weitere Ausführung seiner laufenden Bauprojekte. Seine Witwe heiratete vier Jahre später seinen Jugendfreund Konrad Levezow.
Das als Ruine erhaltene Mausoleum der Familie von Hoym im Schlosspark von Dyhernfurth in Schlesien (heute poln. Brzeg Dolny) gilt als das einzige noch existente Bauwerk des Architekten Friedrich Gilly. Das Gebäude bildete mit seiner Errichtung in den Jahren 1800 bis 1802 den Abschluss der dritten und letzten Umbauphase des im Wesentlichen durch Carl Gotthard Langhans gestalteten Dyhernfurther Schlossparks. Der schlichte, aus massiven Sandsteinquadern gefügte dorische Prostylos-Tempel wurde anlässlich des Todes der ältesten Tochter des Grafen Hoym, Antoinette Wilhelmine Gräfin Maltzan, 1799 in Auftrag gegeben und im Jahr 1802 fertiggestellt. Nach seiner Einweihung diente das Mausoleum bis zu seiner Zerstörung im Kriegsjahr 1945 als Begräbnisstätte der Familie von Hoym.
Die im Jahr 2006 durch die Kunsthistorikerin Hella Reelfs und den Architekten Eiko Behrens gegründete Friedrich Gilly Gesellschaft initiierte inzwischen ein Projekt zur wissenschaftlichen Erforschung, Sicherung und Restaurierung der Ruine. Das umfangreiche Vorhaben wird unter anderem von der ETH Zürich, der TU Berlin und der Universität Breslau unterstützt.
Schriften von Friedrich Gilly in: Sammlung nützlicher Aufsätze und Nachrichten, die Baukunst betreffend.

Jürgen Distler

Jürgen Distler (* 1. Mai 1971 in Bayreuth; † 15. Juni 2014) war ein deutscher rechtsextremer Politiker und Verleger.
Jürgen Distler schloss sich von 1989 bis 1990 den Republikanern an, bei denen er sich politisch jedoch nicht wohlfühlte. Er wechselte 1990 zu den Jungen Nationaldemokraten. Als Mitglied des Landes- und Bundesvorstands war er in den Jahren 1995 bis 1999 Holger Apfels Stellvertreter. Er war vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit und beim Parteiorgan Der Aktivist tätig. Außerdem koordinierte er verschiedene „Regionale Aktionsgruppen“ im Raum Franken.
1996 wurde er in den bayrischen Landesvorstand der NPD gewählt. 1998 wechselte er in den Bundesvorstand der Partei. Vom Herbst 1996 an baute er mit Apfel zusammen die Parteizeitung Deutsche Stimme zu einer „regelmäßig erscheinenden Monatszeitung auf akzeptablem Niveau“ auf. Im Februar 1999 wurde er Chefredakteur der Zeitung. 2001 trat er bei der Bürgermeisterwahl von Riesa an, verlor aber mit weniger als 1000 Stimmen recht deutlich.
Im Februar 2001 übernahm Apfel seinen Posten bei der Deutschen Stimme. Distlers letzter redaktioneller Beitrag wurde im Oktober 2001 veröffentlicht. Im Laufe des NPD-Verbotsverfahren 2001 kam heraus, dass das Bayrische Landesamt für Verfassungsschutz noch im April 2001 versucht hatte, Distler als V-Mann zu gewinnen. Dieser Anwerbeversuch erfolgte nach Bekanntwerden des Verbotsverfahrens und wurde von den zuständigen Richtern als einer der Gründe für die Einstellung des Verfahrens genannt. Im Rahmen der internationalen Demonstrationen gegen das NPD-Verbotsverfahrens hielt er in Washington, D.C. eine Rede vor den „American Friends of the British National Party“ und beriet sich mit Aktivisten der National Alliance.
Seit Mai 2002 wurde Distler nicht mehr als Redakteur bei der Deutschen Stimme geführt. Er trat seit diesem Zeitpunkt nicht mehr als Aktivist in Erscheinung.

Laura Tavares

Laura „Laurie“ Tavares (* 12. Dezember 1965 in Newark) ist eine ehemalige US-amerikanische Biathletin.
Laura Tavares gab in der Saison 1992/93 ihr Debüt im Biathlon-Weltcup und wurde 33. eines Sprints in Östersund. Es dauerte bis kurz vor den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer, dass Tavares in Antholz in der Saison 1993/94 als 18. eines Einzels erstmals Weltcuppunkte erlief. Bei den Spielen kam sie in zwei Rennen zum Einsatz. Im Einzel wurde sie 32., mit Beth Coats, Joan Miller Smith und Joan Guetschow wurde sie Staffel-Achte. Wenig später wurde sie mit Gillian Sharp, Joan Miller Smith und Beth Coats bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 1994 in Canmore, wo einzig der nichtolympische Mannschaftswettkampf durchgeführt wurde, Fünfter. Nach dem Ende der Saison beendete sie ihre aktive Biathlon-Karriere. 1997 und 1998 bestritt sie noch mehrere FIS-Rennen in Nordamerika.
Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

Ulli Bäer

Ullrich „Ulli“ Bäer (* 26. April 1955 in Wien) ist ein österreichischer Popsänger und Gitarrist.

Bekannt wurde er Anfang der 1980er-Jahre, als er sich mit seinem Dialektsong Der Durscht in den Charts platzieren konnte. Nach zwei weiteren kommerziell erfolgreichen Singles und trotz mehrerer Albumveröffentlichungen wurde es ruhig um den Musiker. 1985 nahm er am Projekt Austria für Afrika teil. Seit den 1990er-Jahren tritt er als Gitarrist auf den Tourneen bekannter Musiker wie dem Trio Austria 3 auf.
Ulli Bäer musizierte in seiner Jugendzeit auf diversen Instrumenten in unterschiedlichen Amateurgruppen, konzentrierte sich dann auf das Gitarrenspiel und konnte schließlich 1977 bei einem Bandwettbewerb 10 Stunden Aufnahmezeit im Studio von Renee Reitz gewinnen. Mit diesem verbuchte er in der Folge etliche Hits wie „Schönes Madl“, „Der Durscht“, „Verkrampf di net“ und ,“Ohren auf“’ und kam an die Spitze der österreichischen Popmusik.
Anfang 1984 wechselte Ulli Bäer Management und Plattenfirma. Auf seiner LP „Erwachsene gibt’s gnua“ fanden sich nun auch etliche langsamere Nummern. Die Produzenten waren Wolfgang Ambros und Peter Koller. Nachdem bei dieser LP vor allem die Coverversions bekannter Rock-Hits aus den 1960ern mit Ulli Bäer’schen Dialektbearbeitungen im Rundfunk gespielt wurden, entschloss er sich bei seiner nächsten Platte „Alle Lichter“ wieder ausschließlich eigene Lieder aufzunehmen. Wieder stand Wolfgang Ambros als Produzent im Power Sound Studio Pate, wo die Lieder der neuen LP im August 1985 aufgenommen wurden. Für drei Lieder hat sich Ulli Bäer berühmte Chorsänger ausgesucht (Rainhard Fendrich, Christian Kolonovits, Andy Radovan).
1990 arbeitete er gemeinsam mit Peter W. Kevin die LP „Der Bäer ist los“. 1993 produzierte er eine Aufnahme mit Wienerliedern „Wien auf der Zungenspitze“. Seit 1992 war er mit seiner Combo „The Boys from Hairnoise“ beschäftigt. Blues und Rock’n’ Roll der 60er und 70er-Jahre bildeten dazu die Grundlage. Im Sommer 1993 lud Georg Danzer zum gemeinsamen Singen und Musizieren zu den Aufnahmen seiner CD „Nahaufnahme“ ins Studio. Das Ergebnis war eine Coverversion des Dalla/Morandi-Hits „Vita“, zu deutsch: „Leben nur leben“. 1994 stieg er als Gitarrist und zweite Stimme in die neu formierte Danzer Band ein. 1997 spielte Ulli Bäer mit seinen Musikerkollegen in der Formation Bäer/Danzer/Baum zahlreiche Konzerte in Österreich. Ab November 1997 spielte er als Gitarrist beim Projekt A3 von Ambros/Fendrich/Danzer.

Swan Song

Swan Song ist ein britischer Kurzfilm, der 1992 unter der Regie von Kenneth Branagh entstanden ist. Bei der Oscarverleihung 1993 war er in der Kategorie Bester Kurzfilm nominiert. Er basiert auf Anton Tschechows Einakter Schwanengesang. Drehort war das Londoner Criterion Theatre.
Der 88-jährige Schauspieler Svetlovidov wurde nach einer Abendvorstellung, die ihm 16 Vorhänge bescherte, von seinen Gefährten im nun leeren Theater zurückgelassen. Er sinniert auf der Bühne über sein Leben, das er seit mehr als 60 Jahren seiner Kunst widmet, zunächst in angesehenen Theatern, dann in Vaudeville-Spielstätten mit lausigen Sketchen. Plötzlich taucht Nikita, der Souffleur, auf. Nikita hat kein anderes Obdach, so schläft er heimlich im Theater. Der Schauspieler erzählt von der Vorstellung und der anschließenden Schmach und stellt fest, dass er bald sterben muss. Das einzige, was ihm noch Kraft gebe, wäre der Alkohol. Nikita bietet ihm an, ihn nach Hause zu bringen, aber der Schauspieler meint, er habe eigentlich kein Zuhause, denn alles, was seine zwei Zimmer in dem heruntergekommenen Stadtviertel zu einem Zuhause machen könnte, fehlt. Nikita versucht ihn aufzumuntern, doch schlägt dies fehl.
Svetlovidov erzählt aus seiner Vergangenheit, von seinen Wünschen und Träumen, die mit der Gegenwart nicht mehr viel zu tun haben und in Einsamkeit mündeten. Der Souffleur verteidigt inbrünstig das Theater und ihr Leben gegen die Verachtung des Schauspielers. Dieser erinnert sich, wie er einst König Lear spielte und er beginnt die zweite Szene des dritten Akts zu reklamieren. Nikita übernimmt die Rolle des Hofnarrs. Außer Atem gekommen muss sich der Schauspieler wieder setzen. Während sich Nikita über das Stück unterhalten möchte, will Svetlovidov mit etwas ruhigerem, der zweiten Szene des dritten Aktes aus Hamlet fortsetzen, mit Nikita in der Rolle des Güldenstern. Die Rezitationen und die anschließenden Komplimente Nikitas heben des Schauspielers Stimmung. Nun möchte er Nikita seine Interpretation Romeos zeigen und zwar in dem Moment, als er meint, Julia wäre tot, doch vergisst er den Text. Als er sieht, dass Nikita weint, fragt er nach dem Grund. Dieser antwortet, dass Svetlovidov offensichtlich doch noch an das Vermögen des Theaters glaubt, etwas Bedeutendes sein zu können. Der Schauspieler stimmt ihm zu und weist darauf hin, dass es das nur noch selten wäre, jedoch müsse man es einfach weiterhin versuchen, wie es Othello am besten formulierte. Er beginnt aus der dritten Szene des dritten Aktes zu rezitieren. Anschließend lädt er Nikita zu einer Flasche in seine Garderobe ein.

Der Löwe von Babylon (Film)

Der Löwe von Babylon ist ein Kinofilm von Johannes Kai nach Motiven von Karl May (Karl-May-Film). Dem Drehbuch liegt Karl Mays Roman Bei den Trümmern von Babylon zugrunde. Nach dem großen Erfolg von Die Sklavenkarawane folgte die Verfilmung des zweiten Streichs von Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar im gefährlichen Orient. Allerdings wurde der Darsteller des Kara Ben Nemsi aus dem Vorgängerfilm gegen Helmuth Schneider ausgetauscht. Georg Thomalla verkörpert hingegen erneut Hadschi Halef Omar. Weitere wichtige Rollen sind mit Theo Lingen, Fernando Sancho und Mara Cruz besetzt.
Regisseur der spanischen Version En las ruinas de Babilonia war Ramón Torrado.

Der Scheich des Stammes der Haddedihn, Hadschi Halef Omar, und Kara Ben Nemsi kommen hinter die Machenschaften eines ehrenwert erscheinenden Beamten, des Säfirs, der in Wahrheit seinen Reichtum der Schmuggelei mit Waffen verdankt.
In seinem Palast am Euphrat wohnen auch die achtzehnjährige Säfa und deren zwanzigjähriger Bruder Ikbal. Säfa hält den Säfir für ihren Vater, ist jedoch in Wahrheit die Tochter des Polizeihauptmanns Dosorza und auch Ikbal ist dessen Sohn. Ihre Mutter wurde vor 20 Jahren von den Schmugglern getötet und die Kinder entführt. Dosorza hält sie für tot.
Ikbal hat sich in die Kaufmannstochter Irida verliebt, die ihn davon abhält, für den Säfir eine Karawane zu überfallen. Aus Wut lässt der Säfir beide in ein Verlies werfen, in dem auch schon der deutsche Professor Ignaz Pfotenhauer und der exzentrische englische Weltreisende Sir David Lindsay schmachten.
Kara Ben Nemsi schleicht sich zur Befreiung der Gefangenen in den Palast ein, während die von Säfa alarmierte Polizei den Palast umstellt. In letzter Minute kann Kara Ben Nemsi die Gefangenen befreien. Den Säfir ereilt sein gerechtes Schicksal.
Die Dreharbeiten begannen Anfang Juni 1959 in Madrid in den Sevilla-Studios von Co-Produzent Jesús Sáiz. Wie beim Vorgänger Die Sklavenkarawane wurde in einer deutschen und in einer spanischen Fassung gedreht. Arbeitstitel des Films war In den Trümmern von Babylon. Ein Hotel in Aranjuez diente als Standquartier. Der Tajo, der in der Sklavenkarawane als Nil diente, vertrat nun den Tigris. Zwischen dem deutschen und dem spanischen Regisseur kam es bisweilen zu heftigen Debatten. Im August wurden die Dreharbeiten planmäßig beendet.
Der Film wurde am 20. Oktober 1959 im Bavaria-Filmtheater in Würzburg uraufgeführt. Das Geschäftsergebnis des Vorgängerfilms konnte nicht erreicht werden.
Der Film war der erste Karl-May-Film überhaupt, der am 28. März und 4. April 1965 noch in schwarz-weiß im deutschen Fernsehen im Programm der ARD/Das Erste ausgestrahlt wurde, noch vor dem Film Die Sklavenkarawane, der zuvor gedreht worden war.
Der Darsteller des Prof. Pfotenhauer, Fernando Sancho, spielte in den weiteren Verfilmungen der 1960er-Jahre Durchs wilde Kurdistan und Im Reiche des silbernen Löwen, da dann aber aufgestiegen als „Padischa“.
„Mäßig spannendes Karl-May-Abenteuer, das dem Kern der Buchvorlage nicht gerecht wird und possenhaft-komische Situationen in den Vordergrund stellt.“
„Georg Thomalla als Hadschi Halef Omar ist die schiere Karikatur eines Orientalen (…). (Wertung: 1½ von 4 möglichen Sternen – mäßig)“
Karl May’s Gesammelte Werke • Karl Mays Werke
Das Buch der Liebe • Geographische Predigten (in „Schacht und Hütte“) • Der beiden Quitzows letzte Fahrten • Auf hoher See gefangen • Scepter und Hammer • Im fernen Westen • Der Waldläufer • Die Juweleninsel Gruppen kürzerer Texte: Erzgebirgische Dorfgeschichten • Geschichten über den Alten Dessauer • Historische Erzählungen • Humoresken
Das Waldröschen • Die Liebe des Ulanen • Der verlorne Sohn • Deutsche Herzen – Deutsche Helden • Der Weg zum Glück
Durch Wüste und Harem („Durch die Wüste“) • Durchs wilde Kurdistan • Von Bagdad nach Stambul • In den Schluchten des Balkan • Durch das Land der Skipetaren • Der Schut • Winnetou I–III • Orangen und Datteln • Am Stillen Ocean • Am Rio de la Plata • In den Cordilleren • Old Surehand I • Old Surehand II • Im Lande des Mahdi I–III • Old Surehand III • Satan und Ischariot I–III • Auf fremden Pfaden • „Weihnacht!“ • Im Reiche des silbernen Löwen I-II • Am Jenseits
Der Sohn des Bärenjägers (in „Die Helden des Westens“) • Der Geist des Llano estakado (in „Die Helden des Westens“) • Kong-Kheou, das Ehrenwort („Der blaurote Methusalem“) • Die Sklavenkarawane • Der Schatz im Silbersee • Das Vermächtnis des Inka • Der Oelprinz • Der schwarze Mustang Gruppen kürzerer Texte: Illustrationstexte • Texte unter dem Pseudonym Hobble-Frank
Himmelsgedanken • Im Reiche des silbernen Löwen III • Erzgebirgische Dorfgeschichten • Im Reiche des silbernen Löwen IV • Und Friede auf Erden! • Babel und Bibel • Ardistan und Dschinnistan I–II • Winnetou IV • Mein Leben und Streben
Ave Maria (in „Ernste Klänge“) • Drei Menschheitsfragen • Sitara, das Land der Menschheitsseele • Empor ins Reich der Edelmenschen
Figuren: Hadschi Halef Omar • Kara Ben Nemsi • Old Shatterhand • Winnetou • Figurenübersicht
Auf den Trümmern des Paradieses (1920) • Die Todeskarawane (1920) • Die Teufelsanbeter (1920) • Durch die Wüste (1936) • Die Sklavenkarawane (1958) • Der Löwe von Babylon (1959) • Der Schatz im Silbersee (1962) • Winnetou 1. Teil (1963) • Old Shatterhand (1964) • Der Schut (1964) • Winnetou 2. Teil (1964) • Unter Geiern (1964) • Der Schatz der Azteken (1965) • Die Pyramide des Sonnengottes (1965) • Der Ölprinz (1965) • Durchs wilde Kurdistan (1965) • Winnetou 3. Teil (1965) • Old Surehand 1. Teil (1965) • Im Reiche des silbernen Löwen (1965) • Das Vermächtnis des Inka (1966) • Winnetou und das Halbblut Apanatschi (1966) • Winnetou und sein Freund Old Firehand (1966) • Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968) • Die Spur führt zum Silbersee (1990)
Mit Karl May im Orient (1963) • Kara Ben Nemsi Effendi (1973/75) • Mein Freund Winnetou (1980) • Das Buschgespenst (1986) • Bärenstark! (1987) • Präriejäger in Mexiko (1988) • Winnetou (1996) • Winnetous Rückkehr (1998) • WinneToons (2002)
Karl-May-Stiftung • Karl-May-Verlag • Karl-May-Museum (Radebeul) • Karl-May-Gesellschaft • Karl-May-Haus
Geburtshaus • Villa Shatterhand • Grabmal • Villa Bärenfett
Karl-May-Festtage (Radebeul)
Elspe Festival • Karl-May-Festspiele Winzendorf • Karl-May-Spiele Bad Segeberg • Karl-May-Spiele Bischofswerda
Karl May & Co. • Scharlih • (15728) Karlmay