Jürgen Distler

Jürgen Distler (* 1. Mai 1971 in Bayreuth; † 15. Juni 2014) war ein deutscher rechtsextremer Politiker und Verleger.
Jürgen Distler schloss sich von 1989 bis 1990 den Republikanern an, bei denen er sich politisch jedoch nicht wohlfühlte. Er wechselte 1990 zu den Jungen Nationaldemokraten. Als Mitglied des Landes- und Bundesvorstands war er in den Jahren 1995 bis 1999 Holger Apfels Stellvertreter. Er war vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit und beim Parteiorgan Der Aktivist tätig. Außerdem koordinierte er verschiedene „Regionale Aktionsgruppen“ im Raum Franken.
1996 wurde er in den bayrischen Landesvorstand der NPD gewählt. 1998 wechselte er in den Bundesvorstand der Partei. Vom Herbst 1996 an baute er mit Apfel zusammen die Parteizeitung Deutsche Stimme zu einer „regelmäßig erscheinenden Monatszeitung auf akzeptablem Niveau“ auf. Im Februar 1999 wurde er Chefredakteur der Zeitung. 2001 trat er bei der Bürgermeisterwahl von Riesa an, verlor aber mit weniger als 1000 Stimmen recht deutlich.
Im Februar 2001 übernahm Apfel seinen Posten bei der Deutschen Stimme. Distlers letzter redaktioneller Beitrag wurde im Oktober 2001 veröffentlicht. Im Laufe des NPD-Verbotsverfahren 2001 kam heraus, dass das Bayrische Landesamt für Verfassungsschutz noch im April 2001 versucht hatte, Distler als V-Mann zu gewinnen. Dieser Anwerbeversuch erfolgte nach Bekanntwerden des Verbotsverfahrens und wurde von den zuständigen Richtern als einer der Gründe für die Einstellung des Verfahrens genannt. Im Rahmen der internationalen Demonstrationen gegen das NPD-Verbotsverfahrens hielt er in Washington, D.C. eine Rede vor den „American Friends of the British National Party“ und beriet sich mit Aktivisten der National Alliance.
Seit Mai 2002 wurde Distler nicht mehr als Redakteur bei der Deutschen Stimme geführt. Er trat seit diesem Zeitpunkt nicht mehr als Aktivist in Erscheinung.

Laura Tavares

Laura „Laurie“ Tavares (* 12. Dezember 1965 in Newark) ist eine ehemalige US-amerikanische Biathletin.
Laura Tavares gab in der Saison 1992/93 ihr Debüt im Biathlon-Weltcup und wurde 33. eines Sprints in Östersund. Es dauerte bis kurz vor den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer, dass Tavares in Antholz in der Saison 1993/94 als 18. eines Einzels erstmals Weltcuppunkte erlief. Bei den Spielen kam sie in zwei Rennen zum Einsatz. Im Einzel wurde sie 32., mit Beth Coats, Joan Miller Smith und Joan Guetschow wurde sie Staffel-Achte. Wenig später wurde sie mit Gillian Sharp, Joan Miller Smith und Beth Coats bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 1994 in Canmore, wo einzig der nichtolympische Mannschaftswettkampf durchgeführt wurde, Fünfter. Nach dem Ende der Saison beendete sie ihre aktive Biathlon-Karriere. 1997 und 1998 bestritt sie noch mehrere FIS-Rennen in Nordamerika.
Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

Ulli Bäer

Ullrich „Ulli“ Bäer (* 26. April 1955 in Wien) ist ein österreichischer Popsänger und Gitarrist.

Bekannt wurde er Anfang der 1980er-Jahre, als er sich mit seinem Dialektsong Der Durscht in den Charts platzieren konnte. Nach zwei weiteren kommerziell erfolgreichen Singles und trotz mehrerer Albumveröffentlichungen wurde es ruhig um den Musiker. 1985 nahm er am Projekt Austria für Afrika teil. Seit den 1990er-Jahren tritt er als Gitarrist auf den Tourneen bekannter Musiker wie dem Trio Austria 3 auf.
Ulli Bäer musizierte in seiner Jugendzeit auf diversen Instrumenten in unterschiedlichen Amateurgruppen, konzentrierte sich dann auf das Gitarrenspiel und konnte schließlich 1977 bei einem Bandwettbewerb 10 Stunden Aufnahmezeit im Studio von Renee Reitz gewinnen. Mit diesem verbuchte er in der Folge etliche Hits wie „Schönes Madl“, „Der Durscht“, „Verkrampf di net“ und ,“Ohren auf“’ und kam an die Spitze der österreichischen Popmusik.
Anfang 1984 wechselte Ulli Bäer Management und Plattenfirma. Auf seiner LP „Erwachsene gibt’s gnua“ fanden sich nun auch etliche langsamere Nummern. Die Produzenten waren Wolfgang Ambros und Peter Koller. Nachdem bei dieser LP vor allem die Coverversions bekannter Rock-Hits aus den 1960ern mit Ulli Bäer’schen Dialektbearbeitungen im Rundfunk gespielt wurden, entschloss er sich bei seiner nächsten Platte „Alle Lichter“ wieder ausschließlich eigene Lieder aufzunehmen. Wieder stand Wolfgang Ambros als Produzent im Power Sound Studio Pate, wo die Lieder der neuen LP im August 1985 aufgenommen wurden. Für drei Lieder hat sich Ulli Bäer berühmte Chorsänger ausgesucht (Rainhard Fendrich, Christian Kolonovits, Andy Radovan).
1990 arbeitete er gemeinsam mit Peter W. Kevin die LP „Der Bäer ist los“. 1993 produzierte er eine Aufnahme mit Wienerliedern „Wien auf der Zungenspitze“. Seit 1992 war er mit seiner Combo „The Boys from Hairnoise“ beschäftigt. Blues und Rock’n’ Roll der 60er und 70er-Jahre bildeten dazu die Grundlage. Im Sommer 1993 lud Georg Danzer zum gemeinsamen Singen und Musizieren zu den Aufnahmen seiner CD „Nahaufnahme“ ins Studio. Das Ergebnis war eine Coverversion des Dalla/Morandi-Hits „Vita“, zu deutsch: „Leben nur leben“. 1994 stieg er als Gitarrist und zweite Stimme in die neu formierte Danzer Band ein. 1997 spielte Ulli Bäer mit seinen Musikerkollegen in der Formation Bäer/Danzer/Baum zahlreiche Konzerte in Österreich. Ab November 1997 spielte er als Gitarrist beim Projekt A3 von Ambros/Fendrich/Danzer.

Swan Song

Swan Song ist ein britischer Kurzfilm, der 1992 unter der Regie von Kenneth Branagh entstanden ist. Bei der Oscarverleihung 1993 war er in der Kategorie Bester Kurzfilm nominiert. Er basiert auf Anton Tschechows Einakter Schwanengesang. Drehort war das Londoner Criterion Theatre.
Der 88-jährige Schauspieler Svetlovidov wurde nach einer Abendvorstellung, die ihm 16 Vorhänge bescherte, von seinen Gefährten im nun leeren Theater zurückgelassen. Er sinniert auf der Bühne über sein Leben, das er seit mehr als 60 Jahren seiner Kunst widmet, zunächst in angesehenen Theatern, dann in Vaudeville-Spielstätten mit lausigen Sketchen. Plötzlich taucht Nikita, der Souffleur, auf. Nikita hat kein anderes Obdach, so schläft er heimlich im Theater. Der Schauspieler erzählt von der Vorstellung und der anschließenden Schmach und stellt fest, dass er bald sterben muss. Das einzige, was ihm noch Kraft gebe, wäre der Alkohol. Nikita bietet ihm an, ihn nach Hause zu bringen, aber der Schauspieler meint, er habe eigentlich kein Zuhause, denn alles, was seine zwei Zimmer in dem heruntergekommenen Stadtviertel zu einem Zuhause machen könnte, fehlt. Nikita versucht ihn aufzumuntern, doch schlägt dies fehl.
Svetlovidov erzählt aus seiner Vergangenheit, von seinen Wünschen und Träumen, die mit der Gegenwart nicht mehr viel zu tun haben und in Einsamkeit mündeten. Der Souffleur verteidigt inbrünstig das Theater und ihr Leben gegen die Verachtung des Schauspielers. Dieser erinnert sich, wie er einst König Lear spielte und er beginnt die zweite Szene des dritten Akts zu reklamieren. Nikita übernimmt die Rolle des Hofnarrs. Außer Atem gekommen muss sich der Schauspieler wieder setzen. Während sich Nikita über das Stück unterhalten möchte, will Svetlovidov mit etwas ruhigerem, der zweiten Szene des dritten Aktes aus Hamlet fortsetzen, mit Nikita in der Rolle des Güldenstern. Die Rezitationen und die anschließenden Komplimente Nikitas heben des Schauspielers Stimmung. Nun möchte er Nikita seine Interpretation Romeos zeigen und zwar in dem Moment, als er meint, Julia wäre tot, doch vergisst er den Text. Als er sieht, dass Nikita weint, fragt er nach dem Grund. Dieser antwortet, dass Svetlovidov offensichtlich doch noch an das Vermögen des Theaters glaubt, etwas Bedeutendes sein zu können. Der Schauspieler stimmt ihm zu und weist darauf hin, dass es das nur noch selten wäre, jedoch müsse man es einfach weiterhin versuchen, wie es Othello am besten formulierte. Er beginnt aus der dritten Szene des dritten Aktes zu rezitieren. Anschließend lädt er Nikita zu einer Flasche in seine Garderobe ein.

Der Löwe von Babylon (Film)

Der Löwe von Babylon ist ein Kinofilm von Johannes Kai nach Motiven von Karl May (Karl-May-Film). Dem Drehbuch liegt Karl Mays Roman Bei den Trümmern von Babylon zugrunde. Nach dem großen Erfolg von Die Sklavenkarawane folgte die Verfilmung des zweiten Streichs von Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar im gefährlichen Orient. Allerdings wurde der Darsteller des Kara Ben Nemsi aus dem Vorgängerfilm gegen Helmuth Schneider ausgetauscht. Georg Thomalla verkörpert hingegen erneut Hadschi Halef Omar. Weitere wichtige Rollen sind mit Theo Lingen, Fernando Sancho und Mara Cruz besetzt.
Regisseur der spanischen Version En las ruinas de Babilonia war Ramón Torrado.

Der Scheich des Stammes der Haddedihn, Hadschi Halef Omar, und Kara Ben Nemsi kommen hinter die Machenschaften eines ehrenwert erscheinenden Beamten, des Säfirs, der in Wahrheit seinen Reichtum der Schmuggelei mit Waffen verdankt.
In seinem Palast am Euphrat wohnen auch die achtzehnjährige Säfa und deren zwanzigjähriger Bruder Ikbal. Säfa hält den Säfir für ihren Vater, ist jedoch in Wahrheit die Tochter des Polizeihauptmanns Dosorza und auch Ikbal ist dessen Sohn. Ihre Mutter wurde vor 20 Jahren von den Schmugglern getötet und die Kinder entführt. Dosorza hält sie für tot.
Ikbal hat sich in die Kaufmannstochter Irida verliebt, die ihn davon abhält, für den Säfir eine Karawane zu überfallen. Aus Wut lässt der Säfir beide in ein Verlies werfen, in dem auch schon der deutsche Professor Ignaz Pfotenhauer und der exzentrische englische Weltreisende Sir David Lindsay schmachten.
Kara Ben Nemsi schleicht sich zur Befreiung der Gefangenen in den Palast ein, während die von Säfa alarmierte Polizei den Palast umstellt. In letzter Minute kann Kara Ben Nemsi die Gefangenen befreien. Den Säfir ereilt sein gerechtes Schicksal.
Die Dreharbeiten begannen Anfang Juni 1959 in Madrid in den Sevilla-Studios von Co-Produzent Jesús Sáiz. Wie beim Vorgänger Die Sklavenkarawane wurde in einer deutschen und in einer spanischen Fassung gedreht. Arbeitstitel des Films war In den Trümmern von Babylon. Ein Hotel in Aranjuez diente als Standquartier. Der Tajo, der in der Sklavenkarawane als Nil diente, vertrat nun den Tigris. Zwischen dem deutschen und dem spanischen Regisseur kam es bisweilen zu heftigen Debatten. Im August wurden die Dreharbeiten planmäßig beendet.
Der Film wurde am 20. Oktober 1959 im Bavaria-Filmtheater in Würzburg uraufgeführt. Das Geschäftsergebnis des Vorgängerfilms konnte nicht erreicht werden.
Der Film war der erste Karl-May-Film überhaupt, der am 28. März und 4. April 1965 noch in schwarz-weiß im deutschen Fernsehen im Programm der ARD/Das Erste ausgestrahlt wurde, noch vor dem Film Die Sklavenkarawane, der zuvor gedreht worden war.
Der Darsteller des Prof. Pfotenhauer, Fernando Sancho, spielte in den weiteren Verfilmungen der 1960er-Jahre Durchs wilde Kurdistan und Im Reiche des silbernen Löwen, da dann aber aufgestiegen als „Padischa“.
„Mäßig spannendes Karl-May-Abenteuer, das dem Kern der Buchvorlage nicht gerecht wird und possenhaft-komische Situationen in den Vordergrund stellt.“
„Georg Thomalla als Hadschi Halef Omar ist die schiere Karikatur eines Orientalen (…). (Wertung: 1½ von 4 möglichen Sternen – mäßig)“
Karl May’s Gesammelte Werke • Karl Mays Werke
Das Buch der Liebe • Geographische Predigten (in „Schacht und Hütte“) • Der beiden Quitzows letzte Fahrten • Auf hoher See gefangen • Scepter und Hammer • Im fernen Westen • Der Waldläufer • Die Juweleninsel Gruppen kürzerer Texte: Erzgebirgische Dorfgeschichten • Geschichten über den Alten Dessauer • Historische Erzählungen • Humoresken
Das Waldröschen • Die Liebe des Ulanen • Der verlorne Sohn • Deutsche Herzen – Deutsche Helden • Der Weg zum Glück
Durch Wüste und Harem („Durch die Wüste“) • Durchs wilde Kurdistan • Von Bagdad nach Stambul • In den Schluchten des Balkan • Durch das Land der Skipetaren • Der Schut • Winnetou I–III • Orangen und Datteln • Am Stillen Ocean • Am Rio de la Plata • In den Cordilleren • Old Surehand I • Old Surehand II • Im Lande des Mahdi I–III • Old Surehand III • Satan und Ischariot I–III • Auf fremden Pfaden • „Weihnacht!“ • Im Reiche des silbernen Löwen I-II • Am Jenseits
Der Sohn des Bärenjägers (in „Die Helden des Westens“) • Der Geist des Llano estakado (in „Die Helden des Westens“) • Kong-Kheou, das Ehrenwort („Der blaurote Methusalem“) • Die Sklavenkarawane • Der Schatz im Silbersee • Das Vermächtnis des Inka • Der Oelprinz • Der schwarze Mustang Gruppen kürzerer Texte: Illustrationstexte • Texte unter dem Pseudonym Hobble-Frank
Himmelsgedanken • Im Reiche des silbernen Löwen III • Erzgebirgische Dorfgeschichten • Im Reiche des silbernen Löwen IV • Und Friede auf Erden! • Babel und Bibel • Ardistan und Dschinnistan I–II • Winnetou IV • Mein Leben und Streben
Ave Maria (in „Ernste Klänge“) • Drei Menschheitsfragen • Sitara, das Land der Menschheitsseele • Empor ins Reich der Edelmenschen
Figuren: Hadschi Halef Omar • Kara Ben Nemsi • Old Shatterhand • Winnetou • Figurenübersicht
Auf den Trümmern des Paradieses (1920) • Die Todeskarawane (1920) • Die Teufelsanbeter (1920) • Durch die Wüste (1936) • Die Sklavenkarawane (1958) • Der Löwe von Babylon (1959) • Der Schatz im Silbersee (1962) • Winnetou 1. Teil (1963) • Old Shatterhand (1964) • Der Schut (1964) • Winnetou 2. Teil (1964) • Unter Geiern (1964) • Der Schatz der Azteken (1965) • Die Pyramide des Sonnengottes (1965) • Der Ölprinz (1965) • Durchs wilde Kurdistan (1965) • Winnetou 3. Teil (1965) • Old Surehand 1. Teil (1965) • Im Reiche des silbernen Löwen (1965) • Das Vermächtnis des Inka (1966) • Winnetou und das Halbblut Apanatschi (1966) • Winnetou und sein Freund Old Firehand (1966) • Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968) • Die Spur führt zum Silbersee (1990)
Mit Karl May im Orient (1963) • Kara Ben Nemsi Effendi (1973/75) • Mein Freund Winnetou (1980) • Das Buschgespenst (1986) • Bärenstark! (1987) • Präriejäger in Mexiko (1988) • Winnetou (1996) • Winnetous Rückkehr (1998) • WinneToons (2002)
Karl-May-Stiftung • Karl-May-Verlag • Karl-May-Museum (Radebeul) • Karl-May-Gesellschaft • Karl-May-Haus
Geburtshaus • Villa Shatterhand • Grabmal • Villa Bärenfett
Karl-May-Festtage (Radebeul)
Elspe Festival • Karl-May-Festspiele Winzendorf • Karl-May-Spiele Bad Segeberg • Karl-May-Spiele Bischofswerda
Karl May & Co. • Scharlih • (15728) Karlmay

Mathias Solders

Mathias Solders (* 3. Dezember 1750 in Maastricht; † 31. Oktober 1826 in Aachen) war ein Verwaltungsbeamter und von 1820 bis 1826 als besoldeter Beigeordneter Oberbürgermeister der Stadt Aachen.

Während der Napoleonischen Besetzung erhielt der ursprüngliche Doktor der Medizin Mathias Solders im Jahr 1798 seine Ernennung zum Munzipaladministrator, was einem leitenden Kommunalbeamten entsprach. Am 25. November 1800 folgte seine Berufung zum 3. Adjunkt. In dieser Stellung wurde er zweimal, am 18. März 1808 und am 25. März 1813 bestätigt. Auch nach Ende der Besetzung im Jahr 1814 blieb Solders zunächst unbesoldeter Beigeordneter. Von 1820 bis 1826 bekleidete er dann als besoldeter Beigeordneter zugleich das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Aachen.
Oberbürgermeister: Cornelius von Guaita (1815–1820) | Mathias Solders (1820–1826) | Wilhelm Daniels (1826–1832) | Edmund Emundts (1832–1848) | Arnold Edmund Pelzer (1848–1851) | Johann Contzen (1851–1875) | Ludwig von Weise (1875–1883) | Ludwig Pelzer (1884–1896) | Philipp Veltman (1896–1916) | Wilhelm Farwick (1916–1928) | Wilhelm Rombach (1929–1933) | Quirin Jansen (1933–1944) | Franz Oppenhoff (1944–1945) | Wilhelm Rombach (1945) | Ludwig Kuhnen (1946) | Albert Maas (1946–1952) | Hermann Heusch (1952–1973) | Kurt Malangré (1973–1989) | Jürgen Linden (1989–2009) | Marcel Philipp (seit 2009)
Oberstadtdirektoren: Albert Servais (1946–1954) | Anton Kurze (1954–1975) | Heiner Berger (1975–1995)

Hessenkolleg

Hessenkollegs sind seit 1959 bestehende Einrichtungen der Erwachsenenbildung, die in Hessen in drei- bis dreieinhalbjähriger Ausbildung zum Abitur, bzw. in zwei- bis zweieinhalb Jahren zur Fachhochschulreife, führen sollen. Eine Besonderheit stellt dabei das Hessenkolleg in Wiesbaden dar, in dem schon seit 1998 das Abitur in zwei Jahren erlangt werden kann, einschließlich Einführungsphase.
Insgesamt existieren vier Hessenkollegs:
Als fünftes Kolleg wurde 1964 das Hessenkolleg Rüsselsheim eingerichtet, das 1996 mit dem Hessenkolleg Wiesbaden zusammengelegt wurde.
Um in ein Hessenkolleg aufgenommen zu werden, muss der Bewerber mindestens 18 Jahre alt sein, eine Berufsausbildung abgeschlossen haben oder eine zweijährige Berufstätigkeit nachweisen können. Außerdem muss er den Hauptschulabschluss besitzen. Die Führung eines Familienhaushaltes ist dabei der Berufstätigkeit gleichgestellt, auch Arbeitslosigkeit wird bis zu einem Jahr auf den Nachweis der Berufstätigkeit angerechnet.
Die Aufnahme in ein Hessenkolleg erfolgt nach einer Überprüfung der Vorkenntnisse und einem Beratungsgespräch durch die Schulleitung. Gegebenenfalls muss ein halbjähriger Vorkurs besucht werden.
Im Gegensatz zum Abendgymnasium wird an einem Kolleg der Unterricht tagsüber erteilt und entspricht somit dem Unterricht an ganz normalen Schulen.
Studierende eines Kollegs können BAföG beantragen, da sie keinen Beruf neben der Ausbildung ausüben können.

Santana Gohain

Santana Gohain (* 1969) ist eine zeitgenössische indische Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Baroda.

Santana Gohain studierte Print-making am College of Arts and Crafts in Assam und absolvierte ihr Postgraduales Diplom in Print-making an der Faculty of Fine Arts, Baroda, mit Auszeichnung. Dort arbeitete sie an Druckgrafik-Workshops mit dem spanischen Künstler Joaquin Capa sowie an Skulptur-Workshops mit dem französischen Professor Jean-Louis Raymond. Darüber hinaus nahm die abstrakte Künstlerin an verschiedenen Art Camps in Indien teil. Außerdem wurden ihre Arbeiten international ausgestellt.
Santana Gohain arbeitet in ihren Werken fast immer mit unterschiedlichen Medien und Werkstoffen, wie zum Beispiel Kreide, Graphit und Papier. Über ihre Arbeit sagte sie: “Works are not only paintings, working on the surfaces is very sculptural. I use graphite like clay”. („Werke sind nicht nur Gemälde, an der Oberfläche zu arbeiten, ist sehr skulpturell. Ich benutze Graphit wie Schlamm.“, Santana Gohain, 2008) Im Dezember 2007 wurde Santana Gohain der Prix de la ville de Sarcelles im Rahmen der Biennale de la Gravure in Sarcelles, Frankreich, verliehen.
Gohain nahm seit 1994 an verschiedenen Gruppen-Ausstellungen weltweit teil, zum Beispiel in San Francisco, New Jersey, Mumbai, Bangalore, Nagpur, Baroda, Chandigarh und Bhopal.

Carole Ann Klonarides

Carole Ann Klonarides (* 1951 in Washington, D.C.) ist eine US-amerikanische Kuratorin, Professorin und Videokünstlerin.

Klonarides wurde 1951 geboren und machte den Bachelor an der Virginia Commonwealth University in Richmond. Von 1972 bis 1973 war sie Teilnehmerin des Whitney Museum Independent Study Program und schloss ihr Studium 1983 an der New School for Social Research mit dem Master ab. Von 1983 bis 1987 leitete sie die Baskerville Watson Gallery in New York. Sie ist derzeit Kuratorin am Santa Monica Museum of Art in Kalifornien und Professorin an der University of California, Los Angeles.
Unter dem Namen MICA-TV arbeitet Klonarides seit 1980 gemeinsam mit Michael Owen. Sie drehen Video-Porträts in Zusammenarbeit mit Cindy Sherman, Richard Prince, Laurie Simmons und anderen Künstlern.
Carol Ann Klonarides stellte 1987 mit Lyn Blumenthal das Werk Arcade auf der documenta 8 in Kassel aus. 1988 entstand der Film Cascade/Vertical Landscapes in Zusammenarbeit mit Dan Graham, Dike Blair und Christian Marclay.

Monthelie

Monthelie ist eine französische Gemeinde im Département Côte-d’Or in Burgund mit 156 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) und einer Fläche von 3,14 km².
Monthelie liegt im südlichen Teil der Côte de Beaune, etwa sieben Kilometer von Beaune entfernt nordwestlich von Meursault auf einer Höhe zwischen 251 und 386 m über dem Meer und gehört zum Département Côte-d’Or. Es liegt am Südhang des Tals Saint Romain, das die Rotweingebiete von den Weißweingebieten trennt. Wegen seiner Weine ist Monthelie in Fachkreisen sehr bekannt.
Die Gemeinde mit der gleichnamigen Appellation in der Nachbarschaft von Meursault verfügt über 120 ha Anbaufläche. Der größte Teil der Produktion ist Rotwein, fast ausschließlich aus Pinot Noir, aber mit Zusätzen von Pinot Liébault und Pinot Gris hergestellt. Ein kleiner Teil des Rotweins wird auch unter der Appellation Monthelie-Côte de Beaune verkauft. Eine kleine Menge Weißwein, wird aus Chardonnay mit Zusatz von Pinot Blanc gekeltert. Auf 30 ha Rebfläche werden diverse Premiers Crus erzeugt, von denen als wichtigste Cas Rougeot, Champs Fulliot, Duresses, Meix-Bataille, Sur la Velle, Taupine und Vignes Rondes zu nennen sind. Das Dorf ist zwar nicht so bekannt wie seine Nachbarn, seine Weine genießen jedoch einen ausgezeichneten Ruf.
Monthelie ist ein pittoreskes Winzerdorf, die Gebäude stammen teilweise aus dem 18. Jahrhundert. Das Schloss stammt aus dem 18., teilweise aus dem 16. Jahrhundert, mit hohem Turm und einer Freitreppe. Die Einrichtung des Speisesaals und der quadratische Brunnenrand im Hof datieren aus dem 18. Jahrhundert. Es zählt zu den schönsten Schlössern der Gegend und ist im Besitz der Familie Suremains, die seit Jahrhunderten im Burgund ansässig ist.
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