Carole Ann Klonarides

Carole Ann Klonarides (* 1951 in Washington, D.C.) ist eine US-amerikanische Kuratorin, Professorin und Videokünstlerin.

Klonarides wurde 1951 geboren und machte den Bachelor an der Virginia Commonwealth University in Richmond. Von 1972 bis 1973 war sie Teilnehmerin des Whitney Museum Independent Study Program und schloss ihr Studium 1983 an der New School for Social Research mit dem Master ab. Von 1983 bis 1987 leitete sie die Baskerville Watson Gallery in New York. Sie ist derzeit Kuratorin am Santa Monica Museum of Art in Kalifornien und Professorin an der University of California, Los Angeles.
Unter dem Namen MICA-TV arbeitet Klonarides seit 1980 gemeinsam mit Michael Owen. Sie drehen Video-Porträts in Zusammenarbeit mit Cindy Sherman, Richard Prince, Laurie Simmons und anderen Künstlern.
Carol Ann Klonarides stellte 1987 mit Lyn Blumenthal das Werk Arcade auf der documenta 8 in Kassel aus. 1988 entstand der Film Cascade/Vertical Landscapes in Zusammenarbeit mit Dan Graham, Dike Blair und Christian Marclay.

Monthelie

Monthelie ist eine französische Gemeinde im Département Côte-d’Or in Burgund mit 156 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) und einer Fläche von 3,14 km².
Monthelie liegt im südlichen Teil der Côte de Beaune, etwa sieben Kilometer von Beaune entfernt nordwestlich von Meursault auf einer Höhe zwischen 251 und 386 m über dem Meer und gehört zum Département Côte-d’Or. Es liegt am Südhang des Tals Saint Romain, das die Rotweingebiete von den Weißweingebieten trennt. Wegen seiner Weine ist Monthelie in Fachkreisen sehr bekannt.
Die Gemeinde mit der gleichnamigen Appellation in der Nachbarschaft von Meursault verfügt über 120 ha Anbaufläche. Der größte Teil der Produktion ist Rotwein, fast ausschließlich aus Pinot Noir, aber mit Zusätzen von Pinot Liébault und Pinot Gris hergestellt. Ein kleiner Teil des Rotweins wird auch unter der Appellation Monthelie-Côte de Beaune verkauft. Eine kleine Menge Weißwein, wird aus Chardonnay mit Zusatz von Pinot Blanc gekeltert. Auf 30 ha Rebfläche werden diverse Premiers Crus erzeugt, von denen als wichtigste Cas Rougeot, Champs Fulliot, Duresses, Meix-Bataille, Sur la Velle, Taupine und Vignes Rondes zu nennen sind. Das Dorf ist zwar nicht so bekannt wie seine Nachbarn, seine Weine genießen jedoch einen ausgezeichneten Ruf.
Monthelie ist ein pittoreskes Winzerdorf, die Gebäude stammen teilweise aus dem 18. Jahrhundert. Das Schloss stammt aus dem 18., teilweise aus dem 16. Jahrhundert, mit hohem Turm und einer Freitreppe. Die Einrichtung des Speisesaals und der quadratische Brunnenrand im Hof datieren aus dem 18. Jahrhundert. Es zählt zu den schönsten Schlössern der Gegend und ist im Besitz der Familie Suremains, die seit Jahrhunderten im Burgund ansässig ist.
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Grimspound

Grimspound ist ein archäologischer Fundplatz in England und liegt in Devon im Dartmoor National Park auf einer Farm am Hügel „Hookney Tor“ nahe dem Dorf Widecombe-in-the-Moor.

Der Name Grim geht auf die Angelsachsen bzw. Normannen zurück. Er ist ein Synonym für den nordischen Gott Odin. Siehe auch Graemsay Insel der Orkney, Grimsay Insel der Hebriden, Grimsby Ort in Lincolnshire, Grimsbury Ort in Oxfordshire, Grim’s Ditch ein Erdwerk, Grim’s Dyke (Name für den Antoninuswall), Grim’s Grave Steinkiste (auch kistvaen) in Dartmoor. Grimes Graves Flintminen, Grimshader (Grims Sitz) auf Lewis and Harris, Grims Lake Mire (eine Steinkiste im Grims See Morast), Grimsetter (Grims Sitz) auf Orkney und Shetland, Grimsthorpe Castle (Grims Dorf), sowie mehrere Orte mit dem Namen Grimston (Grimston-Lyles Hill Ware). Als der Topograph Reverend Richard Polwhele den Platz benannte, stellte er damit unausgesprochen den Kontext zu einem Kultplatz her, nannte ihn allerdings Ort der Rechtsprechung, also Thingplatz.
Grimspound stammt aus der Bronzezeit, etwa 1300–1000 v. Chr, und besteht aus einem runden Areal von etwa vier Hektar Größe, das von einer 2,8 m breiten und 1,5 m hohen Trockenmauer eingefasst wird. Sie bestand ursprünglich aus zwei, im Abstand von etwa einem Meter gesetzten Mauern, die zusammen etwa 3,5 m breit waren. Im Inneren befinden sich die Fundamente von 24 Rundhütten mit etwa 3,4 m Durchmesser. Die Mauer wird an einer Stelle von einem gut erhaltenen und gepflasterten Durchgang unterbrochen. Es gibt kaum Anzeichen für menschliche Aktivität. Die Artefakte bestehen aus zerscherbter Keramik und Schabern.
Einig ist man sich darin, dass die Mauer militärischen Zwecken nicht genügte. Da am Rande des Kreises ein Bach durch das Areal läuft, ist die ebenfalls unbestätigte Vorstellung von einem Viehkral entwickelt worden. Es gibt etwa 20 solcher Umwallungen, die als Dartmoor Pounds bezeichnet werden.
50.61331-3.83738Koordinaten: 50° 36′ 48″ N, 3° 50′ 15″ W

Roman Hofer (Kirchenmusiker)

Pater Roman Hofer (weltlicher Name: Paul Hofer) OSB (* 24. März 1942 in Basel; † 5. Oktober 2011 in Engelberg), dipl. mus. sacr., war ein Schweizer Benediktinerpater, Kirchenmusiker, Musikbibliothekar und Lehrer.

Nach der Matura an der Stiftsschule Engelberg trat er 1962 in Engelberg ins Noviziat ein. Am 29. September 1963 legte er die Profess ab, nahm den Ordensnamen Roman an und wurde am 3. Mai 1967 zum Priester geweiht. Von 1968 bis 1974 studierte er in München Kirchenmusik (Orgel, Chor- und Orchesterleitung). Während des Studiums übernahm er die Vertretung des Domkapellmeisters in Limburg an der Lahn und leitete die Limburger Domsingknaben und den Domchor. 1974 kehrte er ins Kloster Engelberg zurück und wurde von Abt Leonhard Bösch zum Stiftskapellmeister ernannt. Daneben wirkte er auch als Choralmagister, Musikbibliothekar und Lehrer für Musik, Deutsch und Religion an der Stiftsschule. Ausserdem wirkte er als Mitverfasser bei der deutschen Übersetzung des benediktinischen Antiphonale mit.
Veröffentlichungen als Komponist, Editor und Dirigent:

Albrecht Ritschl (Theologe)

Albrecht Benjamin Ritschl (* 25. März 1822 in Berlin; † 20. März 1889 in Göttingen) war ein evangelischer Theologe und Professor in Bonn und Göttingen.

Albrecht Benjamin Ritschl war der Sohn von Georg Carl Benjamin Ritschl, Generalsuperintendent und Bischof der Provinz Pommern. Seine Vorfahren entstammten dem ursprünglich böhmischen Rittergeschlecht Ritschl von Hartenbach. Er studierte ab 1839 Evangelische Theologie in Bonn, Halle, Heidelberg und Tübingen. Als Student war Ritschl von Hegel begeistert (das erste Buch, das sich der junge Student 1839 in Bonn kaufte, war Hegels Logik). Ritschl arbeitete nach seinem Studium im Umfeld der Neuen Tübinger Schule um Ferdinand Christian Baur. In der 1. Auflage seines Hauptwerkes Die christliche Lehre von der Rechtfertigung und Versöhnung (1870) ist ein Rückgang auf Kant unverkennbar. Für Ritschl stellt nunmehr Kant „nach dem unaufhörlichen Wechsel theologischer Richtungen für die richtige Würdigung der Grundidee des Christenthums den unverrückbaren Maaßstab“ dar. In der 3. Auflage schließlich weiß sich Ritschl von der Philosophie seines Göttinger Universitätskollegen und universitären Freundes R. H. Lotzes beeinflusst und entwickelt im Anschluss an Lotzes Wertphilosophie eine Theorie des religiösen Werturteils, die er produktiv in seine Wesensbestimmung der Religion integriert. Religion vermittelt laut Ritschl die beiden Seinsweisen des Menschen: Teil der Natur zu sein und sich als Geist über die Natur erheben zu können. Religion ist der Ort, an dem sich Menschen eines übernatürlichen Wertes ihrer selbst vergewissern können: „Die religiöse Weltanschauung ist in allen ihren Arten darauf gestellt, daß der menschliche Geist sich in irgend einem Grade von den ihn umgebenden Erscheinungen und auf ihn eindringenden Wirkungen der Natur an Werth unterscheidet“.
Ritschl war zunächst von 1846 bis 1852 Privatdozent für Alte Kirchengeschichte und später außerordentlicher Professor für Neues Testament in Bonn (1852–1864). Ab 1864 war er bis zu seinem Tod ordentlicher Professor für Dogmatik und Kirchen- und Dogmengeschichte in Göttingen. Zeitweise ist er Prorektor der Universität gewesen. Ein Schwerpunkt seiner Lehre war der Begriff des Reichs Gottes, das sich im Handeln der Christen durch Nächstenliebe und Pflichterfüllung zeigt. Er stellte die praktischen Elemente der Religion heraus und verwarf die Vergeltungsgerechtigkeit Gottes zugunsten eines im Geiste Jesu Christi geführten sittlichen Lebens. Allein durch letzteres kann das Reich Gottes verwirklicht werden und zwar im Hier und Jetzt der Welt. In dieser Beziehung entwickelte er seine Lehre vom „sittlichen Handeln in dem bürgerlichen Beruf“: Die universale Aufgabe des Reiches Gottes wird durch die Adaption des Einzelnen individuell konkretisiert, insofern nun „jeder Einzelne sittlich handelt, indem er das allgemeine Gesetz in seinem besonderen Beruf erfüllt oder in derjenigen Combination von Berufen, welche man in seiner Lebensführung zusammenzufassen im Stande ist“. Ritschls Eintreten für die radikale Diesseitigkeit des Reiches Gottes hat ihm viel Kritik nicht zuletzt durch die Religionsgeschichtliche Schule eingetragen. Weiter wurde ihm aufgrund seiner Betonung der praktischen Dimension des Reich-Gottes-Gedankens eine ethische Verkürzung des Christentums angelastet. Insbesondere der Tübinger Dogmatiker Franz Hermann Reinhold von Frank hat immer wieder gegen Ritschl opponiert und behauptet, Ritschls Theologie würde „dem persönlichen christlichen Glauben […] die Lebenswurzel“ herausreißen. Ritschl selbst ließ solche Einreden nicht gelten. Er war im Gegenteil der Überzeugung, Dogmatik und Ethik wieder in ein ausgewogenen Verhältnis gebracht zu haben. In dieser Hinsicht gebrauchte das (berühmt gewordene) Bild der Ellipse: „[D]as Christentum ist nicht einer Kreislinie zu vergleichen, welche um einen Mittelpunkt liefe, sondern einer Ellipse, welche durch zwei Brennpunkte beherrscht ist“.
Ritschl trug wesentlich zur Erneuerung des Reformationsgedankens bei. Im Rahmen seiner Reformationsdeutung verwirft er das Begriffspaar von Formal- und Materialprinzip. Das Prinzip der Reformation ist für ihn die Vermittlung von subjektiver Heilsgewissheit mit dem objektiven Glauben der christlichen Gemeinde: „In dem richtigen Ausdrucke des Princips der kirchlichen Reformation muß Beides in untrennbarer Wechselwirkung verbunden sein, der Gedanke der selbständigen Heilsgewißheit des einzelnen Gläubigen, welche selbständig ist, und sich über alle nachweisbaren Vermittlungen erhebt, weil sie an Christus normiert ist, und der Gedanke der von Gott gesetzten und im Voraus verbürgten Gemeinschaft der Gläubigen unter Christus“.
Ritschl wurde ab 1874 das Haupt einer Schule von Theologen (Ritschlianer). Dazu zählten u. a. Wilhelm Herrmann (1846–1922) und Adolf von Harnack (1851–1930). Ritschl und seine Schule prägten die Auffassungen in der evangelischen Theologie bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Besinnung auf Ritschls Theologie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. (Stephan Weyer-Menkhoff, J. Richmond, R. Schäfer) wird auch als „Ritschl-Renaissance“ bezeichnet. Auch in zeitgenössischen Diskussionen spielen zentrale Momente von Ritschls Denken z. T. eine wichtige Rolle: seine Bestimmung von Glauben und Sittlichkeit, sein Eintrag des Deutungs- und des Wertbegriffs in die theologische Debatte, sein spezifischer Rückgang auf die Theologie der Reformatoren, sein Verhältnis zur Metaphysik und Offenbarung, sein Kirchenverständnis und seine Situation im Kulturprotestantismus.
Von Seiten katholischer Verbindungen wird er teils als Gegner betrachtet.
Von 1880 bis 1889 war Ritschl außerordentliches geistliches Mitglied des Landeskonsistoriums in Hannover.
Er bewohnte in Göttingen das von ihm 1865 gekaufte, am Anfang der Herzberger Chaussee dem Stadtgarten gegenüber gelegene Haus, das später von der Burschenschaft Hannovera als Verbindungshaus erworben wurde. Dort hängt heute eine Göttinger Gedenktafel für ihn.
Sein Sohn war der liberal orientierte evangelische Bonner Theologieprofessor Otto Karl Albrecht Ritschl (1860–1944), der eine zweibändige Biografie seines Vaters veröffentlichte.

Anna Moffo

Anna Moffo (* 27. Juni 1932 in Wayne oder Philadelphia, Pennsylvania; † 9. März 2006 in New York City) war eine US-amerikanische Opernsängerin (lyrischer Sopran) und Schauspielerin.

Anna Moffo war die Tochter des italo-amerikanischen Schuhmachers Nicolas Moffo und seiner Frau Regina (Cinti). Daneben trat sie auch als Sängerin in Liederabenden, auf Hochzeiten, Beerdigungen und in Chören auf. Nach Angaben von Moffo wollten ihre Eltern, dass sie nach ihrem Schulabschluss katholische Nonne wird. Stattdessen gewann sie einen Freiplatz für eine vierjährige Ausbildung am Curtis Institute of Music in Philadelphia, nachdem sie die einzige Opernarie vorsang, die sie kannte: „Un bel di vedremo…“ aus Puccinis Madama Butterfly. Sie studierte dort zunächst Literaturgeschichte und Musik und kam 1953 zum Abschluss dieser Ausbildung nach Italien. Dort studierte sie an der Universität Perugia.
1954 nahm sie an einem Sängerwettbewerb des Philadelphia Orchestra teil, den sie auch gewann. Ihr Preis war ein Fulbright-Stipendium, mit dem sie nach Rom zur Accademia Nazionale di Santa Cecilia ging, um die italienische Sprache und Gesang zu studieren. Während dieser Zeit gehörte sie der italienischen Damen-Hockey-Nationalmannschaft an.
1955 gab sie als Norina ihr Operndebüt in Donizettis Don Pasquale in Spoleto. Ihren Durchbruch erlangte sie im nächsten Jahr, als sie die Hauptrolle in Puccinis Madama Butterfly für eine Fernsehübertragung gab, bei der Mario Lanfranchi Regie führte. Zugleich war Lanfranchi auch ein Produzent für die Schallplattenfirma RCA Victor und beim italienischen Fernsehen RAI. Bereits im selben Jahr machte sie auch erste Aufnahmen bei RAI (Madama Butterfly, La sonnambula, La figlia del reggimento und Falstaff). Moffo und er heirateten im Jahr 1957. Sie beklagte sich jedoch später in einem Interview darüber, dass er sie in den ersten vier Jahren ihrer Karriere in jeweils durchschnittlich zwölf neuen Rollen eingesetzt hatte.
1957 debütierte sie an der Mailänder Scala, am 10. August 1957 bei den Salzburger Festspielen sowie am 15. September 1957 an der Wiener Staatsoper als Nanetta in Verdis Falstaff unter dem Dirigat von Herbert von Karajan. An der Staatsoper trat sie als Gilda in Rigoletto, in der Titelrolle von Jules Massenets Manon, als Marguerite in Charles Gounods Faust, als Micaela in Georges Bizets Carmen, als Mimì in Giacomo Puccinis La Bohème sowie als Violetta in La traviata auf.
Ihr Debüt in den USA gab Moffo 1957 in La Bohème an der Lyric Opera of Chicago. Am 14. November 1959 erfolgte ihr erstes Engagement an der Metropolitan Opera in New York als Violetta in La Traviata, die eine ihrer wichtigsten Rollen werden sollte. Fast zwei Jahrzehnte blieb sie der Met treu und trat dort in 21 Partien auf, darunter Lucia, Gilda, Adina, Mimì, Liù, Marguerite, Nedda, Pamina, Juliette, Manon, Mélisande sowie die vier Frauen in Hoffmanns Erzählungen. Durch Überanstrengung der Stimme hatte sie Mitte der siebziger Jahre eine Stimmkrise, konnte aber 1976 ihre Karriere wieder aufnehmen. In diesem Jahr hatte sie auch ihren letzten regulären Auftritt an der Metropolitan Opera. Zuletzt sang sie dort 1983 bei einer Gala.
Besonderer Hervorhebung bedarf ihre Rolle als Violetta Valéry in La Traviata, über die Michael Parouty resümierte: „Eine Zeit lang gehörte es zum guten Ton, eine Anna Moffo mit Herablassung zu betrachten: Starfigur und Kinokarriere, sinnlicher, glamouröser Gesang und eine Theatralik, die ihre Nähe zu Hollywood verriet. Doch unleugbar ist sie eine gewandte und intelligente Darstellerin der Violetta, ihr hintertriebener Charme ist nicht ohne Reiz, und ihre Stimme hat etwas wahrhaft Strahlendes.“
1964 und 1967 hatte sie ihre eigene TV-Show in Italien, die „Anna Moffo Show“. Sie wirkte in einigen Spielfilmen mit sowie in Opern- und Operettenverfilmungen: La Traviata (1968), Lucia di Lammermoor (1971), Die Csárdásfürstin, Die schöne Galathée.
1972 wurde sie von Lanfranchi geschieden und heiratete 1974 den früheren RCA-Präsidenten und Chef des TV-Senders NBC Robert Sarnoff, der 1997 starb.
Die Operndiva, die zuletzt in Manhattan lebte, starb nach Angaben ihrer Stieftochter Rosita Sarnoff an einem Schlaganfall.

Coonoor (Indien)

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Coonoor (Tamil: குன்னூர் Kuṉṉūr [ˈkunːuːr]) ist eine etwa 30.000 Einwohner zählende Stadt und der Hauptort eines Subdistrikts (taluk) mit etwa 160.000 Einwohnern in den Nilgiri-Bergen im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu. Während der britischen Kolonialzeit diente sie höheren Militärs und Zivilbeamten als Hill Station.

Coonoor liegt in den Nilgiri-Bergen in einer Höhe von etwa 1850 m etwa 20 km südöstlich der Stadt Udagamandalam und ist am besten mit der von der UNESCO als Welterbe anerkannten Schmalspurbahn der Nilgiri Mountain Railway zu erreichen.
Die Bevölkerung Coonoors ist ethnisch und sprachlich gemischt: 65 Prozent der Einwohner sprechen Tamil als Muttersprache, 10 Prozent Malayalam, 8 Prozent Telugu, 8 Prozent Kannada bzw. Badaga, 6 Prozent Urdu und 3 Prozent sonstige Sprachen. Auch in religiöser Hinsicht ist die Vielfalt groß: 62 Prozent der Einwohner Coonoors sind Hindus, 24 Prozent Christen und 13 Prozent Muslime.
Während auf dem Land noch Feldwirtschaft (darunter auch Teeanbau) und in geringen Umfang auch Viehzucht (v. a. Hühner) betrieben wird, dominieren in der Stadt Handwerk, Dienstleistungsgewerbe und der Handel. Die Bevölkerung lebt größtenteils vom Tourismus, der sich seit den 1980er Jahren auch bei den Indern zunehmender Beliebtheit erfreut.
Wie die Nachbarstadt Ooty, wurde auch Coonoor von den Briten im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Hill Station ausgebaut und genutzt.